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30.01.2015

14:38 Uhr

Krise in der Ostukraine

Treffen der Ukraine-Kontaktgruppe geplatzt

Ein Friedensprozess sieht anders aus: Erneut ist ein geplantes Treffen der ukrainischen Konfliktparteien nicht zustande. Laut der prorussischen Separatisten haben Kiews Regierungsvertreter die Reise nach Minsk abgesagt.

MoskauDie Ukraine hat nach Angaben der prorussischen Separatisten aus dem Donbass auch das für diesen Freitag geplante Krisentreffen der Ukraine-Kontaktgruppe abgesagt. Das weißrussische Außenministerium habe mitgeteilt, dass es keine Gespräche in Minsk geben werde, sagte der Separatistenanführer Denis Puschilin der Agentur Interfax am Freitag.

Die Vertreter aus den nicht anerkannten Volksrepubliken Donezk und Lugansk kündigten ihre Abreise aus der weißrussischen Hauptstadt Minsk an. Zuletzt waren wiederholt Pläne für ein Treffen der Kontaktgruppe gescheitert.

Zu den Krisengesprächen hatte die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit (OSZE) als Vermittlerin eingeladen. Auch Russland ist in der Kontaktgruppe vertreten. Die Aufständischen und Russland werfen der prowestlichen ukrainischen Regierung vor, kein Interesse an einer friedlichen Lösung des Konflikts zu haben.

Die Kontaktgruppe hatte in Minsk am 24. Dezember zuletzt getagt und dort den Austausch von Gefangenen beschlossen. Ein bereits im September vereinbarter Friedensplan ist bis heute nicht umgesetzt worden. Die von Russland unterstützten Aufständischen kündigten an, sich weiter für eine friedliche Lösung der Krise einzusetzen.

Führende ukrainische Politiker hatten angekündigt, das abtrünnige Gebiet mit einer Militäroffensive wieder unter Kiews Kontrolle zu bringen. Bei dem Krieg in der Ostukraine sterben immer mehr Menschen. Seit Beginn der umstrittenen „Anti-Terror-Operation“ des ukrainischen Militärs sind nach Angaben der Vereinten Nationen mehr als 5000 Menschen getötet worden.

Von

dpa

Kommentare (8)

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Account gelöscht!

30.01.2015, 15:17 Uhr

Es ist immer wieder dasselbe Spiel. Bis auf den heutigen Tag weigert sich die Regierung in Kiew, in einen echten Dialog und in Friedensverhandlungen mit den Vertretern des Donbass einzutreten. Trotz dramatischer militärischer Rückschläge gerade auch in den letzten Tagen (Kessel von Debalzewo) sucht sie immer erneut eine Lösung auf dem Schlachtfeld. Sie schickt immer erneut viele junge Männer als Kanonenfutter in den Tod. Es ist eine Schande und ein Jammer.

Und die Regierung Merkel unterstüzt diesen Kriegskurs Kiews ohne jeden Vorbehalt. Sie schiebt der Regierung in Kiew zudem immer wieder neue Milliarden unter der Türe durch, damit sie Waffen und Munition kaufen kann.

Friedenspolitik sieht anders aus. Wann fangen Merkel und Steinmeier endlich an, alle kämpfenden Parteien zu drängen, sich an einen Tisch zu setzen und Wege zum Frieden zu suchen?

Herr H. Weneer

30.01.2015, 15:34 Uhr

Immer das selbe Spiel durch Kiew. Erst einen Waffenstillstand vereinbaren und diesen dann nutzen um Nachschub in die Ostukraine zu schicken dann anschließend den Bürgerkrieg weiter führen! Zvilisten zählrn nicht!

Herr Vittorio Queri

30.01.2015, 16:32 Uhr

>> haben Kiews Regierungsvertreter die Reise nach Minsk abgesagt. >>

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