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20.05.2014

12:31 Uhr

Krise in der Ostukraine

Uno fürchtet eine Flüchtlingswelle

Die Uno schlägt Alarm: Die Unruhen in der Ukraine hätten bereits 10.000 Menschen in die Flucht getrieben. Und es könnten noch viel mehr werden, warnen Menschenrechtsvertreter – falls die Grundversorgung zusammenbricht.

Ivan Simonovic ist der führende Uno-Menschenrechtsvertreter. ap

Ivan Simonovic ist der führende Uno-Menschenrechtsvertreter.

GenfDie Unruhen in der Ukraine haben rund 10.000 Menschen in die Flucht getrieben. Vertreibungen hätten bereits vor dem Referendum Mitte März auf der Krim begonnen und „seither allmählich zugenommen“, erklärte das Uno-Flüchtlingswerk UNHCR am Dienstag in Genf. In der Ostukraine rief Oligarch Rinat Achmetow zum friedlichen Protest gegen die prorussischen Separatisten auf.

Bei den Flüchtlingen handele es sich mehrheitlich um Tataren, allerdings hätten die örtlichen Behörden zuletzt auch einen Anstieg unter ethnischen Ukrainern, Russen und ukrainisch-russischen Familien gemeldet, sagte UNHCR-Sprecher Adrian Edwards.

Es handele sich vor allem um Binnenflüchtlinge, die in den Westen oder ins Zentrum des Landes auswichen; Asylgesuche von Ukrainern im Ausland gebe es nach wie vor wenige. Hauptfluchtgründe seien „persönliche Bedrohung“ oder „Angst vor Unsicherheit und Verfolgung“, sagte Edwards.

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In Donezk hat sich der reichste Ukrainer öffentlichkeitswirksam gegen eine Spaltung des Landes positioniert. Nun richten sich alle Augen auf die Wahl am Sonntag. Merkel erwartet vom Kreml, die Lage zu stabilisieren.

Der führende Uno-Menschenrechtsvertreter Ivan Simonovic warnte angesichts eines drohenden Zusammenbruchs der Grundversorgung vor einem Massenexodus aus den von prorussischen Separatisten kontrollierten Gebieten im Osten. Vor allem in der Region Donezk gehe inzwischen der Vorrat an lebenswichtigen Gütern wie etwa Insulin und anderen Arzneimitteln aus, sagte Simonovic der Nachrichtenagentur AFP.

Die ukrainische Schwarzmeerhalbinsel Krim hatte sich Mitte März in einem Referendum nach offiziellen Angaben mit großer Mehrheit für einen Beitritt zu Russland ausgesprochen. Der Westen und die Regierung in Kiew halten die Abstimmung für völkerrechtswidrig. Bald darauf begannen die Unruhen im Osten der Ukraine, in deren Verlauf zahlreiche Menschen getötet wurden. Nach dem ebenfalls international nicht anerkannten Referendum zur Abspaltung der Ostukraine beantragten die Separatisten in der Region Donezk vergangene Woche den Beitritt zu Russland.

Von

afp

Kommentare (1)

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Account gelöscht!

20.05.2014, 15:32 Uhr

Ich glaube die Welle rollt schon. Jeder Deutsche Politiker schreit: Kommt hieher, wir sorgen für Euch! Und deutsche Obdachlose, Kinder usw.: Sie sollen untergehen! Es sind ja nur Deutsche, die uns nicht erpressen!

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