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12.05.2015

13:21 Uhr

Krise in der Ukraine

Ausländer sollen legal für die Ukraine kämpfen

Die Regierung in Kiew hat ein Gesetz auf den Weg gebracht, dass es künftig auch Ausländern erlauben soll, in die ukrainische Armee einzutreten. Der Einsatz ausländischer Soldaten ist zwar üblich, aber bislang illegal.

Die ukrainische Regierung will ihre Armee nun auch für ausländische Soldaten öffnen. dpa

Soldaten der ukrainischen Armee

Die ukrainische Regierung will ihre Armee nun auch für ausländische Soldaten öffnen.

KiewDie Ukraine will ihre von den Kämpfen gegen die prorussischen Separatisten im Donbass geschwächte Armee nun offiziell für Ausländer öffnen. Das Parlament in Kiew nahm am Dienstag in erster Lesung ein entsprechendes Gesetz an.

„Durch die Ausländer, die den Streitkräften beitreten, verringern sich der Mobilisierungsbedarf bei Ukrainern und die Ausgaben für die Kampfteilnehmer, Invaliden und Hinterbliebenen“, sagte Gesetzesautor Dmitri Timtschuk der Internetzeitung „Ukrainskaja Prawda“.

Die Mauer zwischen Russland und der Ukraine

2300 Kilometer...

... lang soll die Mauer zwischen Russland und der Ukraine nach dem Willen der ukrainischen Führung werden. Damit möchte die Führung in Kiew verhindern, dass heimlich Waffen und Kämpfer zur Verstärkung der moskautreuen Separatisten in die Ex-Sowjetrepublik gelangen. Die Ukraine wirft Russland vor, die Aufständischen auszurüsten. Moskau weist dies zurück und kritisiert die geplante Mauer.

Rund 400 Kilometer...

...Grenze sind aber derzeit nicht in der Hand der ukrainischen Behörden. Dort haben die Aufständischen die Kontrolle. In diesen Gebieten soll den Plänen Kiews zufolge erst in einer zweiten Phase gebaut werden. In einer ersten Phase soll in den Gebieten mit dem Bau begonnen werden, die der ukrainische Grenzschutz kontrolliert: in Tschernigow, Sumy und Charkow sowie im Norden des Raums Lugansk.

Provisorische Befestigungen...

... sind an der Grenze zu der von Russland annektierten Schwarzmeerhalbinsel Krim geplant.

Herzstück des Mauerprojekts...

... sind ein Erdwall und ein mindestens vier Meter breiter und zwei Meter tiefer Graben. Ein fünf Meter breiter Sandstreifen soll Spuren von möglichen Grenzverletzungen zeigen. Alle 20 Kilometer ist ein Wachturm geplant.

Ein Zaun statt einer Mauer...

... ist für die weitgehend von den Aufständischen kontrollierten Gebiete Donezk und Lugansk. Alle 100 Meter sollen dort Kameras Grenzverstöße aufdecken helfen.

Rund 100 Millionen Euro...

... soll die Grenzbefestigung ersten Schätzungen zufolge kosten. Experten gehen von weitaus höheren Kosten aus. Der Bau soll in einem halben Jahr abgeschlossen sein.

Das Gesetz muss noch in zweiter Abstimmung bestätigt werden. Es legalisiert den bereits jetzt üblichen Einsatz von Ausländern im Kampf gegen die Separatisten.

Von

dpa

Kommentare (3)

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Herr der Ringe

12.05.2015, 13:57 Uhr

>> Die Ukraine will ihre von den Kämpfen gegen die prorussischen Separatisten im Donbass geschwächte Armee nun offiziell für Ausländer öffnen. >>

Klar doch, und die Bezahlung der Söldner wird die Junta mittels Europäischer Steuergelder vornehmen.

Murksel und Flunker machen dies möglich.

Herr C. Falk

12.05.2015, 14:33 Uhr

Aha, wenn ein Ausländer in ukrainischen Diensten Invalide wird, bekommt er nichts?

Ein ziemlich schlechtes Geschäft, bestenfalls für Idioten geeignet.

Herr mathias müller

12.05.2015, 18:57 Uhr

Herr Falk,
vorsicht mit den Fremdenlegionären. Frankreich ist da Federführend.

Aber dass Kiew die Russen angreift, weil Sie Ihre Bürger beschützen?????????

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