Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

04.03.2014

07:01 Uhr

Krise in der Ukraine

Janukowitsch fordert von Russland Militärschlag

Der ukrainische Ex-Präsident Janukowitsch bittet Putin per Brief, „Terror und Gewalt“ in der Ukraine mit Militär zu bekämpfen. Der Westen droht mit Sanktionen gegen Russland. Die USA stoppen die Militärzusammenarbeit.

Angespannte Situation

Lage auf der Krim spitzt sich zu

Angespannte Situation: Lage auf der Krim spitzt sich zu

Ihr Browser unterstützt leider die Anzeige dieses Videos nicht.

Washington/Kiew/BerlinEuropa und Amerika erhöhen in der Krim-Krise den Druck auf Kremlchef Wladimir Putin. Die EU und die USA drohen Russland nun mit Sanktionen, sollte Moskau seine Truppen nicht zügig von der ukrainischen Halbinsel zurückziehen. Russland bleibt aber stur und begründet seinen Militäreinsatz mit einem Hilferuf des abgesetzten Präsidenten Viktor Janukowitsch.

US-Außenminister John Kerry wird am Dienstag zu Gesprächen in der Ukraine erwartet. Er will in Kiew mit Vertretern der neuen Regierung zusammentreffen. In Brüssel beraten die Botschafter der 28 Nato-Staaten über die angespannte Situation.

+++ Liveblog zum Krim-Konflikt +++: USA stoppen militärische Zusammenarbeit mit Russland

+++ Liveblog zum Krim-Konflikt +++

USA stoppen militärische Zusammenarbeit mit Russland

Russland hat ein Ultimatum der Schwarzmeerflotte an ukrainische Truppen entschieden dementiert. Die Lage bleibt heikel: Die Ukraine berichtet vom Aufmarsch gepanzerter Fahrzeuge und bekräftigt den Anspruch auf die Krim.

In einer ersten Reaktion auf die Krim-Krise fror das Pentagon am Montagabend alle Kontakte zum russischen Militär ein. Jegliches Engagement des US-Militärs mit den Streitkräften Russlands sei gestoppt worden, teilte Pentagonsprecher John Kirby in Washington mit. Auch gemeinsame Übungen, bilaterale Treffen, Hafenvisiten und Planungskonferenzen seien ausgesetzt worden.

Der ukrainische Ministerpräsident Arseni Jazenjuk warf Putin einen schweren Bruch des Völkerrechts vor. „Unsere russischen Nachbarn haben ohne Grund einen Akt der Aggression auf unserem Staatsgebiet begangen. Die autonome Republik Krim war, ist und bleibt auch ukrainisches Territorium“, sagte Jazenjuk der „Bild“-Zeitung.

Zugleich forderte Jazenjuk die russische Regierung auf, den Konflikt um die Krim friedlich und auf diplomatischem Weg zu lösen. „Man darf sich so im 21. Jahrhundert nicht verhalten. Mit Panzern, Soldaten und Drohungen erreicht man nichts.“

Kommentare (2)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Account gelöscht!

04.03.2014, 09:23 Uhr

Was ist das nur für ein widerlicher Lump, der den Krieg gegen das eigene Volk einfordert?!

Account gelöscht!

04.03.2014, 10:36 Uhr

Es geht nicht gegen das eigene Volk, sondern gegen die neuen, nicht durch Wahlen legitimierten Machthaber. Daß das Volk im Ernstfall zuerst leidet, ist leider immer so.
Neue Wahlen sind daher schnellstens erforderlich, wobei Gebiete mit überwiegend russischer Bevölkerung, wie die Krim, entscheiden muß, wohin sie gehören wollen. Dabei darf keine Rolle spielen, daß Chruschtschow in einem Anfall von Schwachsinn, mal eben die Krim an die Ukraine verschenkt hat.
Ob Janukowitsch den Militärschlag wirklich gefordert hat, ist genau so wahrscheinlich, wie, daß "der Westen" und/oder die neuen Machthaber in der Ukraine diese Nachricht lanciert haben.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×