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27.02.2014

17:01 Uhr

Krise in der Ukraine

Janukowitsch meldet sich zurück

Das ukrainische Parlament hat einen Regierungschef gewählt, doch der abgetauchte Ex-Präsident gibt nicht auf. Mit Russland im Rücken will Viktor Janukowitsch zurück an die Macht. Die Ereignisse des Tages zum Nachlesen.

Parlament besetzt, russische Armee in Alarmbereitschaft

Lage auf der Krim spitzt sich zu

Parlament besetzt, russische Armee in Alarmbereitschaft: Lage auf der Krim spitzt sich zu

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Während sich auf der Krim die Lage zuspitzt, wählt in Kiew das Parlament einen neuen Regierungschef. Doch auch der Ex-Präsident hat sich erstmals seit Tagen wieder zur Wort gemeldet. Die wichtigsten Ereignisse in der Ukraine zum Nachlesen.

+++ Janukowitsch gibt Freitag eine Erklärung ab +++

Für mehrere Tage war er abgetaucht, doch am morgigen Freitag will der gestürzte ukrainische Präsident Viktor Janukowitsch an die Öffentlichkeit gehen. Nach einem Bericht der Nachrichtenagentur RIA gibt er in der südrussischen Stadt Rostow am Don eine Pressekonferenz. Die Agentur zitiert Personen, die Janukowitsch nahestehen.

+++ Ukraine bittet IWF um Finanzhilfen +++

Die Ukraine, die auf einen Staatsbankrott zusteuert, hat den Internationalen Währungsfonds (IWF) um Finanzhilfen gebeten. Das teilte die IWF-Chefin Christine Lagarde in Washington mit. „Wir sind bereit, zu antworten und werden in den kommenden Tagen ein Untersuchungsteam nach Kiew schicken, um mit den Behörden erste Gespräche zu führen.“ Dadurch könne der IWF sich ein unabhängiges Urteil des finanziell angeschlagenen Landes machen und überlegen, welche Auflagen der Ukraine im Gegenzug gemacht werden sollten. Der IWF berate sich zugleich mit internationalen Partnern, wie der ehemaligen Sowjetrepublik in diesem „kritischen Moment ihrer Geschichte“ am besten geholfen werden könne.

+++ Schweiz will Oligarchen-Geld einfrieren +++

Die Schweizer Regierung will Guthaben einfrieren, bei denen es eine Verbindung zum gestürzten Präsidenten Viktor Janukowitsch gibt. Eidgenössische Banken würden zu mehr Vorsicht beim Umgang mit Geld aus der Ukraine ermahnt.

Ukraine: Der Schatz der Oligarchen

Ukraine

Der Schatz der Oligarchen

Osteuropa in Aufruhr: Putin rasselt mit dem Säbel, Janukowitsch taucht ab und der Ukraine geht das Geld aus. Dabei haben die alten Machthaber Milliarden ins Ausland geschafft. Doch wo steckt ihr Vermögen?

+++ US-Verteidigungsminister ermahnt Russland +++

Die USA haben Russland zur Zurückhaltung in der Ukraine-Krise aufgefordert. Verteidigungsminister Chuck Hagel sagte in Brüssel, die Vereinigten Staaten würden die Militär-Übungen an der ukrainischen Grenze sehr genau beobachten. „Ich erwarte von Russland Transparenz bei diesen Aktivitäten.“ Hagel forderte Moskau auf, „keine Schritte zu unternehmen, die falsch verstanden werden könnten oder zu falschen Einschätzungen führen könnten in einer sehr schwierigen Zeit, einer Zeit starker Spannungen.“

+++ Russische Kritik an Nato-Beratungen +++

Ein Sprecher des russischen Außenministeriums kritisiert die Beratungen der Nato über den Konflikt in der Ukraine. Damit sende das Bündnis ein falsches Signal.

+++ Merkel sagt Ukraine Unterstützung zu +++

Der britische Premierminister David Cameron fordert die Regierung in Moskau auf, die territoriale Integrität der Ukraine zu respektieren. Er sei über die Lage auf der Halbinsel Krim sehr besorgt. Kanzlerin Angela Merkel sagte der ukrainischen Übergangsregierung ihre volle Unterstützung zu. Diese müsse die Interessen der russischen Minderheit berücksichtigen.

+++ 37 Milliarden Dollar verschwunden +++

In der Ukraine sind nach Darstellung des gerade gewählten Ministerpräsidenten Arseni Jazenjuk 37 Milliarden Dollar verschwunden, die die gestürzte Regierung als Kredit erhalten hatte. In den vergangenen drei Jahren seien insgesamt rund 70 Milliarden Dollar außer Landes geflossen, sagte Jazenjuk im Parlament.

+++ Jazenjuk ist der neue ukrainische Regierungschef +++

Das Parlament in der Ukraine hat Arseni Jazenjuk zum neuen Regierungschef gewählt. Das Votum des Parlaments in Kiew fiel einstimmig aus. Der 39-Jährige gilt als treuer Gefolgsmann der Ex-Regierungschefin Julia Timoschenko.

Arseni Jazenjuk: Der Mann für den Übergang

Arseni Jazenjuk

Der Mann für den Übergang

Das ukrainische Parlament hat Arseni Jazenjuk als neuen Ministerpräsidenten bestätigt. Der 39-Jährige ist eine Galionsfigur der Opposition. Nun muss er als Regierungschef die Ukraine aus der Krise führen.

+++ Präsidentschaftswahlen am 25. Mai +++

Jazenjuk wird eine Übergangsregierung bis zu den für den 25. Mai angesetzten Präsidentschaftswahlen führen. Der proeuropäische Politiker konnte sich während der monatelangen Proteste gegen den inzwischen entmachteten Staatschef Viktor Janukowitsch als einer der Oppositionsführer profilieren. Der Jurist und Ökonom war bereits Wirtschafts- und Außenminister. Zudem verfügt Jazenjuk über Erfahrung in Verhandlungen mit der Welthandelsorganisation (WTO).

+++ Regierung der nationalen Einheit in Kiew +++

Während auf der Krim die Lage weiter angespannt ist, will in Kiew eine Regierung der nationalen Einheit zusammenfinden. Das ukrainische Parlament hat eine solche Regierung gebilligt. Der designierte ukrainische Ministerpräsident Arseni Jazenjuk stimmte seine Landsleute in einer Rede im Parlament auf „unpopuläre Entscheidungen“ zur Bewältigung der Krise ein.

Ukraine und Russland: Die Krim – der Zankapfel

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Die Krim – der Zankapfel

Dass die Schwarzmeer-Halbinsel zwischen Russen und Ukrainern umstritten ist, ist nichts neues. Doch der Umbruch in der Ukraine verleiht dem historischen Streit eine neue Brisanz. Die wichtigsten geschichtlichen Fakten.

+++ Europäische Diplomaten reisen in die Ukraine +++

Diplomaten aus Tschechien, Ungarn, der Slowakei und aus Polen reisen zu Gesprächen mit der neuen Regierung um Übergangspräsident Alexander Turtschinow in die Ukraine. Die Gruppe – die nicht in die Krim-Region reisen wird – nimmt am Freitag an Unterredungen teil, die mit dem Büro der EU-Außenbeauftragen Catherine Ashton abgestimmt sind. Der tschechische Außenminister Lubomir Zaoralek sagte, die Situation in der Ukraine sei „sehr gefährlich“. Es sei „notwendig, ihre Eskalation um jeden Preis zu verhindern“.

Krise in der Ukraine: Deutsche Wirtschaft mahnt finanzielle Soforthilfe an

Krise in der Ukraine

Deutsche Wirtschaft mahnt finanzielle Soforthilfe an

Der Ukraine droht der Staatsbankrott. Die deutsche Wirtschaft pocht daher auf schnelle Finanzspritzen der internationalen Geldgeber. Sorgen bereitet Unternehmen auch der schwächere Russland-Handel.

Die wirtschaftliche Bedeutung der Ukraine

Rohstoffe

Das flächenmäßig nach Russland größte europäische Land besitzt jede Menge davon: Eisenerz, Kohle, Mangan, Erdgas und Öl, aber auch Graphit, Titan, Magnesium, Nickel und Quecksilber. Von Bedeutung ist auch die Landwirtschaft, die mehr zu Bruttoinlandsprodukt beiträgt als Finanzindustrie und Bauwirtschaft zusammen. Etwa 30 Prozent der fruchtbaren Schwarzerdeböden der Welt befinden sich in der Ukraine, die zu den größten Weizenexporteuren gehört. In der Tierzucht spielt das Land ebenfalls eine führende Rolle.

Wirtschaftskraft

Sie ist gering. Das Bruttoinlandsprodukt liegt umgerechnet bei etwa 130 Milliarden Euro, in Deutschland sind es mehr als 2700 Milliarden Euro. Das Pro-Kopf-Einkommen beträgt nicht einmal 3900 Dollar im Jahr. Wuchs die Wirtschaft 2010 um 4,1 und 2011 um 5,2 Prozent, waren es 2012 noch 0,2 Prozent. 2013 dürfte es nur zu einem Plus von 0,4 Prozent gereicht haben.

Außenhandel

Exportschlager sind Eisen und Stahl, gefolgt von Nahrungsmitteln, Rohstoffen und chemischen Produkten. Wichtigstes Importgut ist Gas. Auch Erdöl muss eingeführt werden. Die Ukraine könnte aber vom Energie-Importeur zum -Exporteur werden, weil sie große Schiefergasvorkommen besitzt.

Industrie

Sie ist von der Schwerindustrie geprägt, besonders von der Stahlindustrie, dem Lokomotiv- und Maschinenbau. Ein Grund ist, dass die Sowjetunion einen Großteil der Rüstungsproduktion in ihrer Teilrepublik Ukraine angesiedelt hatte. Eine Westorientierung und die Übernahme von EU-Rechtsnormen könnte das Land zunehmend zum Produktionsstandort für westliche Firmen machen.

Wirtschaftsbeziehungen zu Deutschland

Deutschland ist einer der wichtigsten Handelspartner der Ukraine. Gemessen an der Größe des Landes ist das deutsche Handelsvolumen aber unterdurchschnittlich. Zu den wichtigsten deutschen Exportgütern zählen Maschinen, Fahrzeuge, Pharmaprodukte und elektrotechnische Erzeugnisse. Wichtigste ukrainische Ausfuhrgüter sind Textilien, Metalle und Chemieprodukte. Nach Angaben des Ostausschusses der Deutschen Wirtschaft sind knapp 400 deutsche Unternehmen in der Ukraine vertreten. Bei den Direktinvestitionen liegt Deutschland auf Platz zwei hinter Zypern.

Chancen ergeben sich für die deutsche Wirtschaft vor allem im ukrainischen Maschinen- und Anlagenbau. Zudem ist die frühere Sowjetrepublik mit ihren rund 45 Millionen Einwohnern ein potenziell wichtiger Absatzmarkt für Fahrzeuge. Korruption und hohe Verwaltungshürden stehen Investitionen indes im Wege.

Wirtschaftsbeziehungen zur EU

Rund ein Drittel der ukrainischen Exporte fließt in die EU. Eine engere wirtschaftliche Verknüpfung durch ein Handels- und Assoziierungsabkommen liegt auf Eis, nachdem Präsident Viktor Janukowitsch auf russischen Druck seine Unterschrift verweigerte. Für die EU ist die Ukraine für die Versorgung mit Erdgas von Bedeutung. Rund ein Viertel ihres Gases bezieht die EU aus Russland, die Hälfte davon fließt durch die Ukraine.

Wiirtschaftsbeziehungen zu Russland

Mit Abstand wichtigster Handelspartner der Ukraine ist Russland. Ein Drittel der Importe stammt aus dem Nachbarland, ein Viertel der Exporte gehen dorthin. Der Regierung in Moskau ist eine Orientierung der Ukraine nach Westen ein Dorn im Auge. Stattdessen drängt sie das Land zum Beitritt zur Zollunion mit Kasachstan und Weißrussland.

Streit flammt zwischen beiden Ländern immer wieder über Gaslieferungen auf. Die Ukraine importiert fast ihr gesamtes Gas aus Russland, muss dafür aber einen für die Region beispiellos hohen Preis zahlen. Der Konflikt über Preise und Transitgebühren hat in der Vergangenheit zu Lieferunterbrechungen geführt, die auch die Gasversorgung Europas infrage stellten.

+++ Prorussisches Krim-Parlament will Referendum +++

Das prorussische Parlament der Halbinsel Krim will in einer Volksbefragung über die Zukunft der eigenen Autonomie entscheiden lassen. „Durch die verfassungswidrige Machtübernahme in der Ukraine von radikalen Nationalisten und mit Unterstützung bewaffneter Banden sind Friede und Ruhe auf der Krim gefährdet“, sagte eine Parlamentssprecherin nach Berichten örtlicher Medien. „Die Ukraine rutscht in Chaos, Anarchie und wirtschaftliche Katastrophe.“ Deshalb übernehme das Parlament die Verantwortung für die Zukunft der Krim.

Ukraine: Die Lunte glimmt

Video: Ukraine: Die Lunte glimmt

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++Abgesetzter Janukowitsch sieht sich weiter als Präsident ++

Fünf Tage nach seinem Sturz hat sich der entmachtete ukrainische Staatschef Viktor Janukowitsch in russischen Medien zu Wort gemeldet und seinen Anspruch auf das Präsidentenamt bekräftigt. Russische Nachrichtenagenturen zitierten ihn am Donnerstag mit den Worten: „Ich, Viktor Fedorowitsch Janukowitsch, sehe mich als rechtmäßige Spitze der ukrainischen Regierung.“ Die Menschen im Süden und Südosten des Landes würden die „Gesetzlosigkeit“ der Führer der Demonstranten in Kiew niemals akzeptieren, zitierten ihn die Agenturen.

So flüchtete Viktor Janukowitsch

Freitag, 21.2., abends

Janukowitsch und enge Vertraute, darunter Präsidialamtschef Andrej Kljujew, fliegen mit Hubschraubern in die ostukrainische Millionenstadt Charkow. Dort wollen sie am Samstag an einem Kongress von regierungstreuen Gouverneuren, Bürgermeistern und Abgeordneten aus dem prorussischen Osten und Süden teilnehmen.

Samstag, 22.02., tagsüber

Janukowitsch hält sich in einer Staatsresidenz in Charkow auf. Eine Teilnahme am Kongress lehnt er nun ab. Der abgesetzte Präsident gibt ein Interview und betont, er werde weder zurücktreten noch das Land verlassen. Später fliegt er per Hubschrauber in die Stadt Donezk.

Samstag, 22.02., abends

Gemeinsam mit bewaffneten Leibwächtern will Janukowitsch am Flughafen Donezk in zwei VIP-Maschinen vom Typ „Falcon“ umsteigen. Der Grenzschutz verweigert die Abfertigung – wegen angeblich fehlender Dokumente. Janukowitsch wird in einer gepanzerten Limousine in eine Residenz gefahren. Nach mehreren Stunden bricht er in Richtung der Halbinsel Krim auf.

Sonntag, 23.02., tagsüber

Janukowitsch trifft auf der Krim ein, er sucht Zuflucht in einem privaten Erholungsheim. Staatliche Gebäude meidet er. Als er erfährt, dass die kommissarischen Chefs von Innenministerium und Geheimdienst auf dem Weg zur Krim sind, fährt Janukowitsch in Richtung des internationalen Flughafens Sewastopol – doch dort landen bereits die neuen Machthaber.

Sonntag, 23.02., abends

Der gestürzte Präsident bricht die Fahrt ab und lässt sich zu einer Privatresidenz bei Balaklawa bringen. Er bietet seinen Leibwächtern an, zurückzubleiben und verzichtet schriftlich auf staatlichen Schutz. Ein Teil der Sicherheitskräfte zieht daraufhin ab. Die übrigen Wachen und Präsidialamtschef Kljujew besteigen gemeinsam mit Janukowitsch insgesamt drei Fahrzeuge und fahren in unbekannte Richtung davon.

Montag, 24.02., vormittags

Das Innenministerium teilt mit, dass Janukowitsch wegen „Massenmordes“ zur Fahndung ausgeschrieben sei. Ein Ermittlungsverfahren sei eingeleitet.

+++ Russland reagiert auf Hilfegesuch +++

Russland sichert dem gestürzten ukrainischen Präsidenten Viktor Janukowitsch persönlichen Schutz zu. Das berichten russische Nachrichtenagenturen unter Berufung auf russische Quellen. Janukowitsch wird von den neuen Machthabern in Kiew per Haftbefehl gesucht.

+++ Janukowitsch bittet um russischen Schutz +++

Der gestürzte ukrainische Präsident Viktor Janukowitsch bittet Russland um persönlichen Schutz vor „Extremisten“. Er pocht darauf, immer noch das legitime Staatsoberhaupt zu sein, berichten russische Nachrichtenagenturen. Die neuen Machthaber in Kiew haben Janukowitsch wegen des Vorwurfs des Massenmordes zur Fahndung ausgeschrieben.

+++ Mißfelder mahnt zur Besonnenheit +++

Philipp Mißfelder, außenpolitischer Sprecher Union, mahnt zur Besonnenheit: „Wir müssen auf Russland zugehen“, sagt er der Nachrichtenagentur Reuters. „Die geostrategische Frage der Krim ist für Moskau sehr emotional, da es sich historisch um den Kernbereich Russlands handelt.“

+++ Nato-Generalsekretär wendet sich an Russland +++

Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen fordert Russland auf, alles zu unterlassen, was zur Eskalation der Lage in der Ukraine oder zu Missverständnissen führen könnte. „Ich bin besorgt über die Entwicklung auf der Krim“, erklärt er via Twitter in einem Tweet.

Russland forderte der Nato-Generalsekretär auf, „nichts zu tun, was die Spannung verschärfen oder zu einem Missverständnis führen kann“. Die morgendliche Aktion der bewaffneten Gruppe sei „gefährlich und unverantwortlich“, sagte Rasmussen bei einem Treffen der Verteidigungsminister der 28 Nato-Staaten mit dem stellvertretenden ukrainischen Ressortchef Alexander Olejnik in Brüssel. „Ich appelliere an alle Seiten, die Konfrontation zu unterlassen, auf Provokationen zu verzichten und auf den Weg des Dialogs zurückzukehren.“ Die neue ukrainische Führung müsse ihre Bemühungen fortsetzen, einen politischen Prozess unter Einschluss aller Kräfte in Gang zu bringen, „der den Erwartungen des gesamten ukrainischen Volkes gerecht wird“.

Krim-Parlament von pro-russischen Kräften besetzt

„Die haben Sniper-Gewehre und Kalaschnikows“

Krim-Parlament von pro-russischen Kräften besetzt: „Die haben Sniper-Gewehre und Kalaschnikows“

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+++ Ukrainische bestellt russischen Gesandten ein +++
Das ukrainische Außenministerium bestellt den russischen Gesandten in Kiew ein, gefordert werden sofortige Konsultationen mit der russischen Regierung. Die Ukraine sei beunruhigt über „nicht angemeldete Bewegungen“ von Angehörigen der russischen Schwarzmeerflotte, teilte ein Außenamtssprecher mit. Kiew fordere Moskau zu Gesprächen auf. Die Ukraine reagiert damit auf Patrouillenfahrten russischer Schützenpanzer in der Hafenstadt Sewastopol auf der Krim.

+++ Von der Leyen warnt vor Auseinanderbrechen der Ukraine +++
Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen erklärt vor einem Treffen der Nato-Verteidigungsminister in Brüssel: "Wir beobachten die Ereignisse auf der Krim mit Sorge." Ein Auseinanderbrechen der Ukraine müsse verhindert werden.

Analyse zur Ukraine: Kampf um die Krim

Analyse zur Ukraine

Kampf um die Krim

Auf der Krim spitzt sich die Lage zu: Bewaffnete Männer haben das Parlament besetzt. Russlands Präsident Putin rasselt bereits mit dem Säbel. Doch auch in der Ukraine gibt es Hardliner – eine gefährliche Gemengelage.

+++ Wechselkurs von ukrainischer Währung auf Rekordtief +++
Der Wechselkurs der ukrainischen Währung fällt auf ein Rekordtief von 10,50 Hrywnia für einen Dollar.

+++ Polen warnt vor Regionalkonflikt auf der Krim +++
Polens Außenminister Radoslaw Sikorski warnt, durch die Besetzung von Regierungsgebäuden auf der Krim werde ein regionaler Konflikt riskiert.

+++ Russland versetzt Bomber in Kampfbereitschaft+++
Russland hat Kampflugzeuge an der Westgrenze in Kampfbereitschaft versetzt und angekündigt, seine Landsleute in der Ukraine zu schützen. Bewaffnete besetzen Gebäude des Parlaments und der Regionalregierung auf der Krim. Die Ukraine wird jede russische Truppenbewegung außerhalb des Stützpunktes des Schwarzmeerflotte auf der Krim als Akt der Aggression ansehen, warnt Übergangspräsident Olexander Turtschinow.

Wenn Massenproteste außer Kontrolle geraten

Türkei

Die gewaltsame Räumung eines Protestcamps in Istanbul, mit dem die Zerstörung eines Parks am Taksim-Platz verhindert werden sollte, löst im Mai 2013 eine landesweite Protestwelle aus. Mittlerweile richten sich die andauernden Proteste vor allem gegen den autoritären Regierungsstil des islamisch-konservativen Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdogan. Mehrere Menschen kamen bisher ums Leben, Hunderte wurden verletzt.

Bulgarien

Nach Massenprotesten und schweren Ausschreitungen in der Hauptstadt Sofia tritt die bulgarische Regierung im Februar 2013 zurück. Die Proteste richteten sich zunächst gegen hohe Strompreise, wandten sich dann aber immer stärker gegen Ministerpräsident Boiko Borissow. Hintergrund war die Unzufriedenheit über geringe Einkommen, hohe Arbeitslosigkeit und Korruption.

Griechenland

Bei Massendemonstrationen von Hunderttausender gegen das massive Sparprogramm der Regierung sterben in der griechischen Hauptstadt Athen im Mai 2010 drei Menschen. Vermummte Randalierer hatten mit Molotowcocktails eine Bank in Brand gesetzt.

Serbien

Rund 200.000 Menschen demonstrieren im Februar 2008 gegen die Unabhängigkeit des Kosovos in der serbischen Hauptstadt Belgrad. Mehrere tausend Randalierer demolieren Botschaften, plündern Geschäfte, zünden Autos und Busse an. Mindestens ein Mensch kommt ums Leben, mehr als 150 Menschen werden verletzt.

Frankreich

Der Tod zweier Jugendlicher, die auf der Flucht vor der Polizei nahe Paris tödlich verunglückten, löst im Herbst 2005 eine Welle der Gewalt in französischen Einwanderervorstädten aus. Sporthallen, Geschäfte und tausende Autos gehen in Flammen auf. Tausende Randalierer werden festgenommen. Nach drei Wochen erklärt die Polizei die Unruhen offiziell für beendet.

Italien

Das Gipfeltreffen der führenden Industrieländer in Genua wird im Juli 2001 von der schwersten Welle der Gewalt in seiner Geschichte überschattet. Ein 23-jähriger Italiener stirbt bei den Straßenschlachten durch eine Polizeikugel. Globalisierungsgegner demolieren Büros, Geschäfte und Bankautomaten. Hunderte Menschen werden verletzt. Kritiker werfen der Polizei übertriebene Härte vor.





Kommentare (31)

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27.02.2014, 11:08 Uhr

Ist ja wieder Typisch. Und willst du nicht mein Bruder sein, so schlag ich dir den Schädel ein. Die Russischen Besatzer sollten sich zurückhalten. Die Besatzung geht zu Ende, dass sollten auch die Rotarmisten begreifen. Ich hoffe die Russen gehen in Frieden und ohne Blutvergießen! Sollten Sie wirklich Ihre Panzer in Bewegung setzen wird die Ukraine ein zweites Syrien.

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27.02.2014, 11:09 Uhr

Aber nun hat doch der Westen endlich den gewünschten Konflikt! Der Mon in der Ukraine wurde durch die medien aus dem Auslaund mobilisiert, in der Ukraine droht nun ein Bürgerkrieg.
Für die Russenist es legitim und nachvollziehbar ihre Landsleute in Sicherheit zu bringen.

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27.02.2014, 11:37 Uhr

Ihre Sichtweise ist sehr einseitig.
Natürlich hat auch die russische Bevölkerung in der Ukraine ein Recht auf Selbstbestimmung. Und natürlich wird Russland seine Landsleute vor nationalistischen Übergriffen schützen.
Was wir bislang in Kiew gesehen haben ist eine Machtergreifung durch die Westukrainer. Die 50% der Russen hat man einfach überrannt. Russisch orientierte Politiker sind nicht mehr in den Prozess involviert, obwohl von fast 40% der Bevölkerung gewählt.
Naiv zu glauben, dass die russischen Menschen in der Ukraine sich alles gefallen lassen.

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