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25.08.2014

10:19 Uhr

Krise in der Ukraine

Moskau kritisiert Parade in Kiew

Nach Kiews Panzerschau meldert sich mit Moskau der Addressat der Iszenierung zu Wort und verurteilt die Drohgebärden der ukrainischen Regierung. Indes droht Kiews Bürgermeister Wladimir Kliotschiko den Separatisten.

Bei den offiziellen Feierlichkeiten zum Unabhängigkeitstag marschieren Soldaten auf dem Maidan-Platz in Kiew auf: Die Parade sollte Stärke demonstrieren. dpa

Bei den offiziellen Feierlichkeiten zum Unabhängigkeitstag marschieren Soldaten auf dem Maidan-Platz in Kiew auf: Die Parade sollte Stärke demonstrieren.

MoskauRussland hat die ukrainische Militärparade zum Unabhängigkeitstag in Kiew scharf kritisiert. Mit dem Aufmarsch von Soldaten und Kriegsgerät habe die ukrainische Regierung demonstriert, dass sie kein Interesse an einem Dialog mit den Aufständischen habe, sagte der russische Parlamentspräsident Sergej Naryschkin am Montag in Moskau. Die Führung in Kiew hege „aggressive Pläne zur Eskalation der Krise“. Dem Westen warf er vor, zu wenig für eine Entspannung der Lage zu unternehmen. „Ein Teil westlicher Politiker beteiligt sich daran, den Druck zu erhöhen“, sagte er der Agentur Interfax zufolge.

Der ukrainische Politiker und Ex-Boxchampion Vitali Klitschko drohte den prorussischen Separatisten unterdessen mit Vergeltung, nachdem diese am Sonntag gefangene Regierungssoldaten öffentlich durch die Stadt Donezk getrieben hatten. „Eine solche Barbarei und Grobheit ist nicht zu verzeihen“, schrieb der Bürgermeister der Hauptstadt Kiew in einer Mitteilung. „Das Verspotten unserer Soldaten bleibt nicht ohne Antwort und nicht unbestraft“, meinte Klitschko.

Das sind die Sanktionen des Westens gegen Russland

Banken

Die EU erschwert den Zugang zu den EU-Finanzmärkten für russische Banken. Gilt für alle Banken mit einem staatlichen Anteil von mindestens 50 Prozent. Sie können auf den EU-Kapitalmärkten keine neuen Wertpapiere oder Aktien von russischen Unternehmen mehr verkaufen.

In den USA fallen drei weitere Banken im russischen Staatsbesitz unter die Strafmaßnahmen, damit sind es nun fünf von sechs: Die Bank von Moskau, die Russische Landwirtschaftsbank und die VTB Bank kamen hinzu. Ihnen wird der Zugang zu mittel- und langfristiger Dollarfinanzierung für Russland erschwert. Sie dürfen aber weiter in den USA operieren.

Waffen

Die EU verbietet künftige Rüstungslieferungen. Betroffen sind alle Güter, die auf einer entsprechenden Liste der EU stehen. Gilt nicht für bereits unterzeichnete Verträge, also auch nicht für die Lieferung von zwei französischen Hubschrauberträgern im Wert von 1,2 Milliarden Euro an Russland.

In den USA wurde die United Shipbuilding Corporation (größtes russisches Schiffsbau-Unternehmen) zu den bislang acht auf der Sanktionsliste stehenden Firmen im Verteidigungssektor ergänzt. Die Unternehmen dürfen nicht mehr das US-Finanzsystem nutzen oder mit amerikanischen Bürgern Geschäfte machen.

Technologie

Die EU verbietet den Export von bestimmten Hochtechnologiegütern an das Militär. Gilt beispielsweise für Verschlüsselungssysteme sowie für Hochleistungscomputer.

Energie

Die EU untersagt die Ausfuhr für Spezialtechnik zur Ölförderung. Zielt auf Geräte, die für Ölbohrung und -förderung beispielsweise in der Arktis gebraucht werden.

Auch in den USA gelten für Unternehmen aus der Ölbranche eingeschränkte Importmöglichkeiten für Technik zur Erschließung von Ölquellen in tiefen Gewässern, vor der arktischen Küste oder in Schiefergestein. Die aktuelle Energieproduktion werde damit aber nicht beeinträchtigt.

Armee und Aufständische lieferten sich in der Ostukraine erneut heftige Gefechte. Die Separatisten hätten schwere Verluste erlitten, teilte ein Militärsprecher mit. Die militanten Gruppen wiederum sprachen von angeblich Tausenden eingekesselten Regierungssoldaten.

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Von

dpa

Kommentare (2)

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Sergio Puntila

25.08.2014, 11:12 Uhr

..." „Eine solche Barbarei und Grobheit ist nicht zu verzeihen“, schrieb der Bürgermeister der Hauptstadt Kiew in einer Mitteilung. „Das Verspotten unserer Soldaten bleibt nicht ohne Antwort und nicht unbestraft“, meinte Klitschko...."
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Der Boxer macht in Politik: in dem er verbal nachtritt.

@Billy Jo
vlt noch mal überlegen, wie das mit der ukrainischen Oligarchie auch beschaffen sein könnte?
Einen Denkanstoß dazu finden Sie ggf hier:

http://www.wolfgangmichal.de/2014/08/die-ukraine-interessiert-euch-doch-einen-scheissdreck/

Herr Wolfgang Trantow

26.08.2014, 14:25 Uhr

Warum weigern sich Politiker das Geld für die unnützen Paraden für die Bürger zu nehmen??

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