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24.08.2015

11:22 Uhr

Krise in der Ukraine

Poroschenko warnt vor russischem Einmarsch

Die Ukraine feiert Unabhängigkeitstag – und befürchtet eine russische Invasion. Auf dem Maidan warnte Präsident Poroschenko in seiner Rede vor den Angriffsplänen des „Feindes“. Russland weist die Vorwürfe zurück.

Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko hat vor der Gefahr einer drohenden russischen Invasion gewarnt. ap

Rede zum Unabhängigkeitstag

Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko hat vor der Gefahr einer drohenden russischen Invasion gewarnt.

KiewDer ukrainische Präsident Petro Poroschenko hat zum Tag der Unabhängigkeit der Ex-Sowjetrepublik eindringlich vor der Gefahr eines russischen Einmarsches gewarnt. Der Feind verfolge weiter die Idee eines direkten Angriffs auf die Ukraine, sagte Poroschenko am Montag in Kiew auf dem Unabhängigkeitsplatz - dem Maidan.

Russland habe an der Grenze zur Ukraine mehr als 50.000 Soldaten stationiert, im Kriegsgebiet Donbass seien 40.000 Kämpfer im Einsatz, darunter 9000 aktive russische Militärangehörige, behauptete Poroschenko. Russland weist solche Vorwürfe zurück.

„Moskau hat den Kämpfern bis zu 500 Panzer, 400 Artilleriesysteme und 950 Schützenpanzer geliefert. Allein in dieser Woche haben drei große Kolonnen unsere Grenze in Richtung Luhansk, Donezk und Debalzewe überschritten“, sagte Poroschenko. Er kündigte eine weitere Stärkung des Militärs an. Auf dem Maidan marschierten mehr als 2000 Soldaten von der ostukrainischen Kriegsfront.

Nach den Feierlichkeiten zum 24. Jahrestag der Unabhängigkeit wird Poroschenko von Kanzlerin Angela Merkel am Montagnachmittag in Berlin erwartet. Bei den Gesprächen geht es um die friedliche Lösung des blutigen Konflikts im ostukrainischen Kriegsgebiet Donbass.

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Petro Poroschenko wollte der Ukraine den Frieden bringen. Doch die Kämpfe halten an, Menschen sterben bei Gefechten. Der Präsident kämpft mehr denn je ums politische Überleben – und hofft auf Hilfe aus Deutschland.

Die Aufständischen im Donbass forderten Merkel in einer Meldung der Agentur Interfax auf, Druck auf die ukrainische Führung auszuüben. Deutschland und Frankreich müssten sich als Vermittler dafür einsetzen, dass der im Februar in der weißrussischen Hauptstadt Minsk vereinbarte Friedensplan umgesetzt werde, sagte Separatistenführer Denis Puschilin. Der Konflikt könne nur durch friedlichen Dialog gelöst werden, betonte er.

Von

dpa

Kommentare (1)

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Herr Hans Mayer

24.08.2015, 12:32 Uhr

Was ! schon wieder kommt der Russe, der kam doch sonst immer am Wochenende, meißt Freitags wurden die Panzer gesehen, vielleicht wollen die Russen ja die Nazis dort verjagen, unsere Links/Grünen/innen sollten voll hinter den Russen stehen.

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