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20.01.2015

16:12 Uhr

Krise in der Ukraine

Russland verlangt Milliarden für Gas

Nach der Aushandlung eines „Winterpaket“ für Gaslieferungen an die Ukraine gibt es nun neuen Ärger: Der russische Staatskonzern Gazprom verlangt zunächst die Begleichung alter Rechnungen über rund 2 Milliarden Dollar.

Russland fordert von der Ukraine die Begleichung alter Gasrechnungen in Höhe von über zwei Milliarden Dollar. dpa

Russland fordert von der Ukraine die Begleichung alter Gasrechnungen in Höhe von über zwei Milliarden Dollar.

MoskauRussland hat im Streit um offene Gasrechnungen der krisengeschüttelten Ukraine 2,44 Milliarden US-Dollar Schulden eingefordert. Der staatliche Monopolist Gazprom habe dem ukrainischen Energiekonzern Naftogaz eine Zahlungsaufforderung geschickt, sagte Gazprom-Chef Alexej Miller am Dienstag in Moskau Agenturen zufolge.

Die Ukraine hatte bis Ende vergangenen Jahres eine Teilschuld für alte Rechnungen in Höhe von 3,1 Milliarden Dollar (etwa 2,7 Milliarden Euro) beglichen. Dies war eine Bedingung für neue Gaslieferungen in den Monaten November 2014 bis Ende März 2015.

Bei zähen Verhandlungen in Brüssel hatten sich Kiew und Moskau Ende Oktober auf ein „Winterpaket“ geeinigt, das auch einen Sonderpreis von zunächst 378 Dollar (326 Euro) je 1000 Kubikmeter Gas vorsieht. Für die Monate Januar bis März soll der Preis Berichten zufolge zwischen 340 und 360 Dollar liegen. „Diese Vereinbarungen können nur erfüllt werden, wenn die Schulden beglichen werden“, meinte Regierungschef Dmitri Medwedew.

Woher bekommt Deutschland sein Erdgas?

Deutsches Erdgas-Aufkommen

Das gesamte deutsche Erdgas-Aufkommen (Importe, inländische Gewinnung und Speichermenge) entsprach in den ersten drei Monaten dieses Jahres einem Energiegehalt von rund 1,179 Millionen Terajoule (TJ). Das waren etwa 17,7 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum.

(alle Infos: Stand März 2014)

Importe

Mehr als vier Fünftel dieser Menge stammte aus Importen (rund 979.000 TJ) – 2,9 Prozent mehr als zwischen Januar und März 2013.

Wichtigste Lieferländer

Von diesen Einfuhren entfielen knapp 373.000 TJ auf Russland als mit Abstand wichtigstes Lieferland. Auf Rang zwei lag Norwegen (gerundet 291.000 TJ), gefolgt von den Niederlanden (etwa 267.000 TJ). Während die Importe aus Russland zuletzt um 11,7 Prozent und diejenigen aus Norwegen um 13,7 Prozent zulegten, sanken die Importe aus den Niederlanden um 12,6 Prozent. Alle sonstigen Bezugsländer kamen auf eine Restmenge von lediglich 48.800 TJ (-13,2 Prozent).

Inländische Förderung

Die inländische Erdgasförderung der Bundesrepublik erreichte von Januar bis März 2014 ein Energie-Äquivalent von rund 84.400 TJ – 8 Prozent unter dem Niveau der ersten drei Monate des vorigen Jahres.

Gasspeicher

Angesichts des milden Wetters im zurückliegenden Winter 2013/2014 waren die deutschen Gasspeicher von Januar bis März noch mit einer Kapazität von knapp 116.000 TJ gefüllt.

Exporte

Deutschland exportierte außerdem Erdgas mit einem Energiegehalt von rund 205.000 TJ ins Ausland – ein Fünftel weniger als vor einem Jahr.

Zudem teilten Medwedew und Miller mit, der Sonderpreis laufe zum 1. April aus. Moskau sei jedoch zu neuen Gesprächen mit Kiew bereit.

Von

dpa

Kommentare (10)

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Account gelöscht!

20.01.2015, 16:54 Uhr

Nach der Aushandlung eines „Winterpaket“ für Gaslieferungen an die Ukraine gibt es nun neuen Ärger: Der russische Staatskonzern Gazprom verlangt zunächst die Begleichung alter Rechnungen über rund 2 Milliarden Dollar.


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Die Erpressung durch Russland ist perfekt.

Russland arbeitet daraufhin dass es daraus ein grösserer krieg wird.










Herr Vittorio Queri

20.01.2015, 16:59 Uhr

>> Der russische Staatskonzern Gazprom verlangt zunächst die Begleichung alter Rechnungen über rund 2 Milliarden Dollar. >>

Die Begleichung von offenen Rechnungen hat NICHTS mit Ärger zu tun !

Es ist zuallererst ein Akt des Anstandes !

Was würde den Deutschland sagen, wenn z.B. VW für 2 Mrd. € Autos geliefert hätte und der Kunde zahlt nicht.....?

>> „Diese Vereinbarungen können nur erfüllt werden, wenn die Schulden beglichen werden“, meinte Regierungschef Dmitri Medwedew. >>

Deutschland würde über VW auch keine weiteren Autos an einen Kunden liefern, der offene Rechnungen hat.

Die Russen sollten dem (...) Ukraine mal für eine Zeitlang GANZ den Gashahn zudrehen...damit diese wieder NÜCHTERRN werden !

Denn das Gehirn der Regierenden in diesem (...) Ukraine hat wohl aus "Lauter Europäischer Werte" keinen platz mehr zum Nachdenken !


                           
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Herr reiner tiroch

20.01.2015, 17:05 Uhr

RUS? sind sie ein bezahlter kriegshetzer? es ist die nato, EU und USA die uns gezielt in den bestellten 3. Weltkrieg hetzen um von der bösen Finanzkrise abzulenken, bevor sie all´ unser Geld nehmen.

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