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04.08.2015

20:22 Uhr

Krise in Osteuropa

IWF gibt weitere 1,7 Milliarden Dollar für Ukraine frei

Die Ukraine steckt in einer Rezession. Der Konflikt mit prorussischen Separatisten im Osten des Landes hat die Wirtschaft schwerer gebeutelt als bislang erwartet. Doch der IWF sieht erste Anzeichen einer Stabilisierung.

huGO-BildID: 46659736 Ukrainian President Petro Poroshenko speaks during the expanded board of Ministry of Internal Affairs of Ukraine in Kiev, Ukraine, Friday, July 10, 2015. Relations between Russia and the West have sunk to post-Cold War lows after Moscow's annexation of Ukraine's Crimean Peninsula and its support for a pro-Russian insurgency in eastern Ukraine. (AP Photo/Sergei Chuzavkov) ap

Petro Poroshenko

huGO-BildID: 46659736 Ukrainian President Petro Poroshenko speaks during the expanded board of Ministry of Internal Affairs of Ukraine in Kiev, Ukraine, Friday, July 10, 2015. Relations between Russia and the West have sunk to post-Cold War lows after Moscow's annexation of Ukraine's Crimean Peninsula and its support for a pro-Russian insurgency in eastern Ukraine. (AP Photo/Sergei Chuzavkov)

Washington/BerlinDer Internationale Währungsfonds (IWF) sieht in der tief in der Rezession steckenden Ukraine erste Anzeichen einer ökonomischen Stabilisierung. In einer ersten Überprüfungsrunde im Rahmen des IWF-Kredithilfeprogramms für das Land kommt der Fonds zu dem Schluss, dass sich die Wirtschaft zwar weiter in einer hochlabilen Verfassung befindet, aber ermutigende Entwicklungen sichtbar seien. Der Regierung bescheinigte IWF-Vize David Lipton, seit der Bewilligung des Hilfsprogramms im Volumen von 17,5 Milliarden Dollar Euro im März einen „starken Start“ bei der Umsetzung vereinbarter Reformen hingelegt und ihre Zusagen eingehalten zu haben. „Dieses Momentum muss gehalten werden.“

Wegen des positiven Prüf-Ergebnisses gab der IWF die Auszahlung einer Tranche von rund 1,7 Milliarden Dollar aus dem IWF-Programm frei. Damit erreicht die Auszahlungssumme an die Ukraine 6,68 Milliarden Dollar im Rahmen dieser Vereinbarung, die der Wirtschaft wieder auf die Beine helfen soll.

Allerdings hat der kriegerische Konflikt mit prorussischen Separatisten in der Ostukraine die Wirtschaft des Landes im ersten Quartal mit einer Rate von 17,2 Prozent noch schlimmer abstürzen lassen als zuvor erwartet wurde. Inzwischen rechnen die IWF-Experten für das Gesamtjahr mit einer Schrumpfung von neun Prozent, nachdem das Minus bei Abschluss des Hilfsprogramms noch auf „nur“ 5,5 Prozent geschätzt worden war. In der zweiten Hälfte des laufenden Jahres sollte sich dem IWF zufolge aber langsam eine Erholung einstellen, die 2016 weitergehen sollte. Insgesamt befand der IWF: „Die Wirtschaft hat die Wende zum Besseren noch vor sich, aber Stabilisierungszeichen werden offenkundig.“

Von

rtr

Kommentare (1)

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Herr reiner tiroch

05.08.2015, 11:16 Uhr

der IWF sieht Hoffnung in der Ukraine? der poroschenko und Jazenjuk sehen pausenlos Russen einlaufen, müssen ganz allein Europa verteidigen, der Ami läuft mit manövern an der russischen Grenze rum, und ich, sehe eindeutet die verlogenheit, den bestellten Krieg, und angeblich den DAX bei 15.000 ? LOL.

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