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31.01.2014

14:01 Uhr

Krise

Jugendarbeitslosigkeit in Euro-Ländern sinkt

Die Arbeitslosigkeit unter Jugendlichen gilt als großes Problem Europas. In Spanien hat jeder zweite junge Mensch keinen Job. Die EU steuert gegen. Nun gibt es gute Nachrichten. Erstmals seit Monaten sinken die Zahlen.

Jugendliche aus ganz Europa nahmen vor dem Bundeskanzleramt in Berlin während einer Demonstration gegen die Jugendarbeitslosigkeit in Europa teil. dpa

Jugendliche aus ganz Europa nahmen vor dem Bundeskanzleramt in Berlin während einer Demonstration gegen die Jugendarbeitslosigkeit in Europa teil.

LuxemburgDie Jugendarbeitslosigkeit in den Euro-Ländern ist zum Jahreswechsel erstmals seit Monaten wieder gesunken. Im Dezember 2013 fiel sie von 24 auf 23,8 Prozent - das war der erste Rückgang seit Mai letzten Jahres, wie die Statistikbehörde Eurostat am Freitag in Luxemburg meldete. Insgesamt waren 3,5 Millionen junge Leute zwischen 15 und 24 Jahren ohne Job, 23 000 weniger als im November. Die Jugendarbeitslosigkeit gilt als größtes Problem an Europas Arbeitsmarkt. Im vergangenen Sommer hatte der EU-Gipfel daher ein Milliarden-Aktionspaket beschlossen.

Die Arbeitslosenquote in der EU lag im Dezember bei 10,7 Prozent, dies war ein Rückgang um 0,1 Prozentpunkte. Die Jugendarbeitslosigkeit fiel im Dezember in allen 28 EU-Ländern von 23,4 auf 23,2 Prozent.

EU-Wirtschaftskommissar Olli Rehn sprach von einem Wendepunkt: „Es gibt zunehmend Hinweise, dass die Arbeitslosigkeit ihren Höhepunkt erreicht hat.“ Dennoch müssten die Staaten Reformen umsetzen und mehr sparen.

Jugendliche sind überproportional stark von Arbeitslosigkeit betroffen - vor allem in den südeuropäischen Krisenländern. So ist in Griechenland (59,2 Prozent im Oktober 2013) und Spanien (54,3 Prozent) mehr als jeder zweite junge Erwachsene ohne Job. Zum Vergleich: Deutschland weist mit einer Quote von 7,4 Prozent den niedrigsten Wert auf.

Die unverhältnismäßig hohen Zahlen haben zumindest teilweise auch statistische Gründe: Die Statistiker klammern bei ihren Berechnungen junge Männer und Frauen in Studium oder Ausbildung aus. Dies verkleinert die Bezugsgruppe der Unter-25-Jährigen. Damit fällt jeder einzelne Arbeitslose noch stärker ins Gewicht.

Kommentare (6)

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Fazit

31.01.2014, 14:27 Uhr

Zitat : Im Dezember 2013 fiel sie von 24 auf 23,8 Prozent

- im Dezember haben sich mehr Europaeer als sonst zu Tode gesoffen....aus Frust und Ausweglosigkeit.....das hat paar freie Stellen fuer die Jugend geschaffen !

Account gelöscht!

31.01.2014, 14:49 Uhr

Wahrscheinlich haben sie nur die Berechnung geändert.
Seltsam, überall geht es in Europa nur noch aufwärts. Aber im Mai sind ja Wahlen. Schde nur dass das Handelsblatt auf diesen Zug aufspringt

Sarina

31.01.2014, 15:35 Uhr

Auf so einen blöden Schmuh sollte man gar nicht mehr näher eingehen! Unglaublich, so eine Nachricht - ich würde mich schämen, wenn ich damit auf den Markt gehen müsste.

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