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09.07.2011

13:03 Uhr

Krisenbewältigung

Ifo-Chef Sinn rät Griechenland zum Euro-Ausstieg

Der Chef des Münchener Ifo-Instituts, Hans-Werner Sinn, rät Griechenland zum Ausstieg aus dem Euro – um wieder wettbewerbsfähig zu werden. Die aktuelle Situation sei ähnlich brenzlig wie in der Weimarer Republik.

Hans-Werner Sinn. Quelle: dpa

Hans-Werner Sinn.

München, BerlinRaus aus der Euro-Zone: Griechenland kommt nach Einschätzung von Hans-Werner Sinn, Chef des Münchener Ifo-Instituts, besser ohne den Euro klar. Um wieder wettbewerbsfähig zu werden, müsse das hochverschuldete Land um 20 bis 30 Prozent billiger werden, sagte Sinn der „Wirtschaftswoche“. Das sei mit dem Euro kaum zu schaffen, sagte er erneut. Zuvor hatte der Internationale Währungsfonds (IWF) eine weitere Milliardentranche des Hilfspakets für das krisengeschüttelte Land freigegeben.

Der Rettungsplan von Europäern und IWF läuft seit Mai 2010. Die Euro-Finanzminister hatten erst kürzlich einen neuen Kredit über zwölf Milliarden Euro für Athen freigegeben. Nun arbeiten die Partner unter Hochdruck an dem neuen und bis zu 120 Milliarden Euro schweren Rettungsplan, der Griechenland über 2013 hinaus Luft verschaffen soll. Allerdings ist beim Treffen der Euro-Finanzminister an diesem Montag nicht mit raschen Beschlüssen zu rechnen.

Wie der IWF mitteilte, belaufen sich die Hilfen des Fonds mit dem jüngsten Teilkredit über rund 3,2 Milliarden Euro nun auf insgesamt 17,4 Milliarden Euro. IWF-Chefin Christine Lagarde hob zwar die Verringerung des griechischen Defizits und eine schrittweise Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit hervor, in der ersten Hälfte 2012 sei auch wieder mit Wirtschaftswachstum zu rechnen. „Angesichts wichtiger struktureller Reformen, die noch durchgeführt werden müssen, bleiben noch erhebliche Herausforderungen“, mahnte sie allerdings.

Kommentare (57)

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Aladin

09.07.2011, 12:08 Uhr

meine Meinung:
...und ich würde Sinn zum Rücktritt raten...
wer fundamentale Zusammenhänge einer globalisierten Ökonomie nicht in Einklang mit real eingetretenen und eintretenden Veränderungen bringen kann, sondern nur populäre, halbwahre Schlußfolgerungen zieht, taugt nicht zum Gallionsfigur eines staatlich geförderten Konjunktur Forschungsinstituts!
Jeder kann sich seine eigene Meinung bilden, wenn er die Abweichungen seiner Prognosen der letzten Jahre mit den tatsächlich eingetretenen Veränderungen gegenüber den wichtigen Instituten betrachtet.
Meiner Meinung nach: Bildzeitungsniveau!

MIRO

09.07.2011, 12:36 Uhr

...recht hat er, nur so wird es gehen um Griechenland aus
seiner Lage zu befreien in der sich das Land befindet.
Allen anderen Unckenrufen zum Trotz.

Account gelöscht!

09.07.2011, 13:18 Uhr

Sinn sagt es, jeder weiß es, keiner traut sich. Den Ignoranten empfehle ich David Marsh als erhellende Zusatzlektüre:
http://www.faz.net/artikel/C30638/bankexperte-david-marsh-euroland-wird-auf-einen-harten-kern-reduziert-30457756.html

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