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20.04.2012

19:01 Uhr

Krisenkasse

IWF nähert sich 400-Milliarden-Ziel

Mit weiteren Zusagen von Großbritannien, Australien, Südkorea und Singapur ist der Internationale Währungsfonds (IWF) dem Ziel einer Aufstockung seiner Krisenkasse um 400 Milliarden Dollar ein Stück näher gekommen.

IWF-Chefin Christine Lagarde. AFP

IWF-Chefin Christine Lagarde.

WashingtonDer Internationale Währungsfonds (IWF) ist dem Ziel einer Aufstockung seiner Krisenkasse um 400 Milliarden Dollar ein weiteres Stück näher gekommen. Großbritannien, Australien, Südkorea und Singapur sagten am Freitag Kreditlinien in Höhe von insgesamt 41 Milliarden Dollar (31 Milliarden Euro) zu, wie IWF-Chefin Christine Lagarde mitteilte. Damit steige die Summe der in den vergangenen Monaten zugesagten Ressourcen auf mindestens 357 Milliarden Dollar.

Südkorea und Großbritannien stellte den Angaben zufolge jeweils rund 15 Milliarden Dollar in Aussicht. Australien beteiligt sich mit weiteren sieben Milliarden Dollar, Singapur sagte vier Milliarden Dollar zu. Zuvor hatte bereits der russische Vize-Finanzminister Sergej Stortschak erklärt, dass Moskau zehn Milliarden Dollar dazuschießen wolle. Die Summe wurde aber noch nicht offiziell vom IWF verkündet.

Die Finanzminister der wichtigsten Industrie- und Schwellenländer (G-20) rangen am Freitag am Rande der Frühjahrstagung von IWF und Weltbank in Washington um zusätzliche Mittel für den Währungsfonds, um angesichts der Risiken der Euro-Schuldenkrise einen globalen finanziellen Schutzwall zu ziehen. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) machte dabei deutlich, dass die Europäer einen ausreichenden Beitrag zur Krisenbekämpfung geleistet hätten. Die USA lehnen eine Erhöhung ihres Anteils allerdings ab, auch Schwellenländer wie China oder Brasilien äußerten sich bislang zurückhaltend.

Von

afp

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