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21.11.2012

12:52 Uhr

Krisenland

Europäer im Westen von Mali verschleppt

Auf seiner Reise von Mauretanien nach Mali ist ein rund 50 jähriger Europäer verschleppt worden. Die Nationalität des Mannes ist jedoch unbekannt.

Der Mann war den Angaben zufolge in einem Auto unterwegs und kam aus dem Nachbarland Mauretanien, als er entführt wurde. AFP

Der Mann war den Angaben zufolge in einem Auto unterwegs und kam aus dem Nachbarland Mauretanien, als er entführt wurde.

Bamako Im Westen des Krisenlandes Mali ist ein Europäer entführt worden. Der Mann im Alter von rund 50 Jahren sei am Dienstagabend in Diema in der Region Kayes von sieben Bewaffneten verschleppt worden, verlautete aus malischen Sicherheitskreisen sowie von Seiten der örtlichen Regierungsbehörden. Der Mann sprach demnach Französisch, seine Nationalität sowie seine Identität wurden zunächst aber nicht bekannt. Die Ermittlungen liefen, hieß es.

Der Mann war den Angaben zufolge in einem Auto unterwegs und kam aus dem Nachbarland Mauretanien, als er entführt wurde. Vor vier Jahren war in derselben Region ein italienisch-burkinisches Paar von der Organisation Al-Kaida im islamischen Maghreb (Aqmi) entführt und später gegen ein Lösegeld wieder freigelassen worden. Die Aqmi hat derzeit noch mindestens neun weitere europäische Geiseln in ihrer Gewalt, unter ihnen sechs Franzosen.

Im Nordosten des Landes bekämpfen sich derzeit islamistische Milizen, darunter auch der Aqmi, und Tuareg-Rebellen. Die Tuareg-Rebellen hatten am Freitag eine Offensive gestartet, um das Gebiet um Gao zurückzuerobern. Unzufriedene Soldaten hatten im März die Regierung in Bamako gestürzt, woraufhin die Tuareg innerhalb weniger Tage gemeinsam mit Islamisten den gesamten Norden des Landes unter ihre Kontrolle brachten. Seitdem vertrieben die Islamisten die Rebellen aber aus ihrem Hauptquartier Gao und aus anderen Städten und riefen die Scharia aus.

Von

afp

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