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05.03.2013

21:58 Uhr

Krisentreffen in Venezuela

Chavez Gesundheit verschlechtert sich dramatisch

Der Gesundheitszustand des an Krebs erkrankten venezolanischen Präsidenten Hugo Chavez hat sich weiter schlechter. Sein Immunsystem sei so geschwächt, dass eine neue Infektion aufgetreten sei.

Chavez Gesundheitszustand heikel

Video: Chavez Gesundheitszustand heikel

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CaracasAngesichts einer drastischen Verschlechterung des Gesundheitszustands von Venezuelas Staatschef Hugo Chávez haben sich am Dienstag ranghohe zivile und militärische Vertreter des Landes in der Hauptstadt Caracas versammelt. Die Regierung warf "Feinden" des Landes vor, für den Krebs des Präsidenten verantwortlich zu sein. Außerdem ordnete sie die Ausweisung von zwei US-Diplomaten wegen Vorwürfen der "Destabilisierung" Venezuelas an.

Das Staatsfernsehen VTV berichtete, Vizepräsident Nicolás Maduro, designierter Nachfolger des schwerkranken Chávez, habe mehrere Minister und Militärs sowie etwa 20 Gouverneure aus den Reihen der sozialistischen Regierungspartei PSUV zu einem Treffen in den Präsidentenpalast einberufen. Dabei sollten die "Strategien für mehrere Entwicklungsprojekte" in Venezuela festgelegt werden.

Am Ende des Treffens beschuldigte Maduro Venezuelas "historische Feinde", hinter Chávez' Krebserkrankung zu stecken. Sie hätten einen "schwachen Punkt" gesucht, um die Gesundheit des Präsidenten zu treffen. Eines Tages werde dies wissenschaftlich bewiesen werden können. Zugleich gab der Vizepräsident bekannt, dass der Luftwaffenattaché der US-Botschaft, David Delmonico, des Landes verwiesen werde. Delmonico habe innerhalb der venezolanischen Armee konspiriert und versucht, Soldaten für "Destabilisierungsprojekte" zu gewinnen. Ein Pentagon-Sprecher sagte, Oberst Delmonico sei bereits auf dem Weg in die USA.

Venezuela erlebe seine "schwierigsten Stunden", seit Chávez im vergangenen Dezember in Kuba erneut operiert worden sei, sagte Maduro in seiner Fernsehansprache. Er rief das Volk auf, "für die Gesundheit und das Leben unseres Kommandanten Präsidenten zu beten". Später teilte Außenminister Elías Jaua mit, auch ein zweiter für die Luftwaffe zuständiger US-Diplomat werde wegen eines Komplotts ausgewiesen.

In der Nacht zum Dienstag hatte die Regierung mitgeteilt, Chávez leide an einer "neuen und schweren" Infektion, die "intensive" Chemotherapie wegen seines Krebsleidens werde aber fortgesetzt. Chávez war Mitte Februar nach einer erneuten Behandlung in Havanna nach Venezuela zurückgekehrt. Seitdem befindet er sich im Militärkrankenhaus Carlos Arvelo in Caracas. Dort fanden sich zahlreiche Chávez-Anhänger zum Gebet für den Präsidenten ein.

Der 58-jährige Chávez regiert Venezuela seit dem Jahr 1999. Im Juni 2011 wurde Krebs bei ihm diagnostiziert. Nach einer Therapie erklärte er sich im vergangenen Sommer für geheilt, bei der Präsidentschaftswahl im Oktober wurde er für weitere sechs Jahre im Amt bestätigt. Seine für den 10. Januar vorgesehene Vereidigung für das Präsidentenamt wurde mit Genehmigung des Obersten Gerichtshofs auf unbestimmte Zeit verschoben.

Von

rtr

Kommentare (2)

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alina83

05.03.2013, 10:32 Uhr

von welchem Krebs wird eigentlich gesprochen ???

roterkaufmann

05.03.2013, 11:27 Uhr

der krebs den hugo chavez bekämpft heißt kapitalismus.

alles gute comandante!

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