Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

24.03.2011

17:58 Uhr

Kritik am Iran

Netanjahu vergleicht Chamenei mit Hitler

Isreals Regierungschef Benjamin Netanjahu fährt rhetorisch schwere Geschütze gegen den Iran auf. Bei einem Besuch in Moskau verglich er den geistlichen Führer des Irans, Ajatollah Chameini, sogar mit Hitler.

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu wählt bei seinen rhetorischen Angriffen auf den Iran deutliche Worte. Quelle: dpa

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu wählt bei seinen rhetorischen Angriffen auf den Iran deutliche Worte.

Moskau/TeheranDer israelische Regierungschef Benjamin Netanjahu hat bei einem Besuch in Moskau den iranischen geistlichen Führer Ajatollah Ali Chamenei mit Adolf Hitler verglichen. „Hitler wollte zuerst die Welt erobern und begann dann mit der Entwicklung von Atomwaffen, Chamenei geht den umgekehrten Weg“, sagte Netanjahu am Donnerstag nach Angaben der Agentur Ria Nowosti vor einem Treffen mit Kremlchef Dmitri Medwedew. 

Der Streit um das iranische Atomprogramm sei gerade wegen der Spannungen im Nahen Osten und in Nordafrika weiter aktuell. „Radikale islamische Regimes könnten diese Risiken ausnutzen“, sagte der Regierungschef mit Blick auf den Iran. Das iranische Atomprogramm sei eine Bedrohung für die ganze Welt und Chamenei voller Fanatismus und Hass. 

Netanjahu warf einen Tag nach einem blutigen Bombenanschlag in Jerusalem Palästinenserpräsident Mahmud Abbas Widerwillen gegen Friedensgespräche mit Israel vor. Abbas reise um die ganze Welt, aber komme nicht nach Jerusalem, sagte Netanjahu mit einem Seitenhieb auf den ebenfalls in Russland anwesenden Palästinenserpräsidenten. „Warum reden wir nicht miteinander? Wir sind bereit zu Gesprächen.“ 

Abbas hatte sich am Dienstag in Moskau mit Medwedew getroffen. Dabei hatte er ein Treffen des sogenannten Nahost-Quartetts am 15. April in Berlin angekündigt. Dem Quartett gehören die USA, Russland sowie die UN und die EU an. Russland bemüht sich seit Jahren um eine Vermittlerrolle im Nahostkonflikt. Appelle aus Israel, Russland solle künftig nicht mehr mit den radikal-islamischen Organisationen Hamas und Hisbollah sprechen, wies das Außenministerium in Moskau zurück.

Von

dpa

Kommentare (1)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Revision

25.03.2011, 03:59 Uhr

da hat Chamenei aber noch mal Glück gehabt, dass Netanjahu ihn nicht mit Stalin verglichen hat.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×