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21.02.2017

08:11 Uhr

Kritik am US-Präsidenten

Trump arbeitet und spielt Golf, viel Golf

Freizeit am Wochenende sollte auch ein US-Präsident haben dürfen. Doch viele finden, dass Trump in den vergangenen Wochen zu viel Golf gespielt hat – gerade, weil er seinen Vorgänger dafür noch stark kritisierte.

Der US-Präsident hatte seinem Vorgänger Barack Obama noch vorgeworfen, dass dieser Golf spiele, währenddessen die Regierung zusammenbreche. Jetzt fällt er der Kritik selbst anheim. AP

Donald Trump

Der US-Präsident hatte seinem Vorgänger Barack Obama noch vorgeworfen, dass dieser Golf spiele, währenddessen die Regierung zusammenbreche. Jetzt fällt er der Kritik selbst anheim.

Palm BeachDas Weiße Haus hat sich nach jüngster Kritik an US-Präsident Donald Trump und dessen häufigem Golfspiel an Wochenenden reserviert gezeigt. „Er plante, ein paar Löcher zu spielen und hat dann entschieden, das Spiel zu verlängern“, sagte Sprecherin Sarah Huckabee Sanders. Dabei bezog sie sich auf eine Partie Trumps mit dem Profi-Golfer Rory McIlroy am Sonntag, von der Bilder in sozialen Netzwerken die Runde gemacht hatten.

Danach sah sich das Weiße Haus veranlasst, auch mitzuteilen, mit wem Trump gespielt hatte. Vorher hatte es das noch im Unklaren gelassen – ebenso die Anzahl der Löcher. McIlroy gab sich da auskunftsfreudiger: Es seien 18 gewesen, sagte er der Golf-Webseite nolayingup.com.

Bekannt wurde zudem, dass Trump am Samstagabend an einer Benefizgala in seinem privaten Club Mar-a-Lago teilnahm. Dieser Termin war nicht in seinem öffentlichen Kalender vermerkt, wurde aber später von Mitarbeitern bestätigt. Am Montag, einem Feiertag in den USA, erschien er kurz bei einem Essen von Spendensammlern. Dies bestätigte das Weiße Haus, nachdem ebenfalls Fotos davon in den sozialen Netzwerken auftauchten.

Doch neben Partys, Essen mit Familie und Freunden sowie Golfspielen fand Trump auch Zeit für die Politik: Er führte mehrere Gespräche mit Kandidaten für den offenen Posten des nationalen Sicherheitsberaters und besetzte ihn schließlich mit General Herbert Raymond McMaster.

Die Kritik an Trumps Golfspiel war laut geworden, weil sich der US-Präsident zuvor stets kritisch über das Golfhobby seines Vorgängers geäußert hatte. „Während unser wundervoller Präsident den ganzen Tag lang Golf spielt, bricht unsere Transportsicherheitsbehörde auseinander – so wie die ganze Regierung!“, twitterte er im Mai noch als Präsidentschaftskandidat.

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Ein anderes Mal erklärte er, er werde als Präsident vermutlich zu beschäftigt sein, um Golf zu spielen und dies nur tun, wenn er mit seinen Mitspielern Deals vereinbaren könne. Vor rund zwei Wochen war Trump mit dem japanischen Ministerpräsidenten Shinzo Abe auf gleich zwei Golfplätzen bei West Palm Beach in Florida zusammengekommen.

Auch Barack Obama war ein begeisterter Golfer. Doch nach Angaben des Korrespondenten Mark Knoller vom US-Fernsehsender CBS spielte er in den ersten Monaten seiner Präsidentschaft nicht auf dem Platz. Regelmäßig war er auch für Familienausflüge unterwegs, hatte aber keine privaten Ferienanlagen, um dort routinemäßig die Wochenenden zu verbringen.

Von

ap

Kommentare (9)

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Account gelöscht!

21.02.2017, 10:05 Uhr

Mein sozialer Aufstieg ist unaufhaltsam, daher lerne ich gerade Golf für mein Spiel mit Trump. Sicherlich übt Erika auch schon Golf.

Herr Günther Schemutat

21.02.2017, 10:37 Uhr

Was macht Merkel eigentlich den ganzen Tag? Was macht Gabriel den ganzen Tag?
Was machen alle Politiker die mehr im Hauptjob verdienen und der Job als Abgeordneter nur Beibrot ist und Aushängeschild um sich Vorteile zu verschaffen.

Besser ist , dass Trump Golf spielt und sich nur um Amerika kümmert , dann können alle gut schlafen in Amerika.

In Deutschland schlafe ich generell schlecht wenn ich an Merkel ,Gabriel und Co denke. Dann wünsche ich mir , dass die Demokratie bei uns nicht erst seit 70 Jahren besteht , nach 1200 Jahren Bevormundung und die Menschen wären so weit hier,
wie Engländer ,Franzosen,Holländer ,Australier, Kanadier und Amerikaner .

Herr Tomas Maidan

21.02.2017, 10:55 Uhr

So ein Quatsch, Herr Schemutat. Wenn Sie sich den Terminkalender der Bundeskanzlerin und Bundesminister ansehen, werden Sie sehen, dass dies ein Knochenjob ist. Gucken Sie sich doch Merkels Gesicht an. Da wundert man sich bei einigen, dass sie überhaupt noch an Parteiveranstaltungen teilnehmen.

Und, übrigens: Bei der FDP ist das Problem besonders offensichtlich. Die haben Nachwuchssorgen. verglichen mit dem, was ein typischer FDP Wähler verdient, ist Politik als Beruf unattraktiv. Das tut sich kaum ein erfolgreicher Anwalt an, für so "wenig" Geld so viel arbeiten zu müssen.

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