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21.06.2012

09:54 Uhr

Kritik an Russland

Arabische Liga erzürnt über Waffenlieferungen

Die Arabische Liga verlangt von Russland eine härtere Haltung zu Syrien und verlangt, dass Moskau die Waffenlieferungen stoppt. Derweil bietet sich die Schweiz als Vermittlerin an und will eine Konferenz ausrichten.

Ahmed Ben Helli (li.) von der Arabischen Liga. AFP

Ahmed Ben Helli (li.) von der Arabischen Liga.

Moskau/ZürichDie Arabische Liga hat Russland zu einem Ende von Waffenlieferungen an Syrien aufgefordert. Wer militärische Ausrüstung liefere, helfe, Menschen zu töten, sagte der Vizegeneralsekretär der Liga, Ahmed Ben Helli, am Donnerstag der russischen Nachrichtenagentur Interfax. „Das muss aufhören.“ Zugleich appellierte er an die internationale Gemeinschaft, das Mandat für den internationalen Syrien-Gesandten Kofi Annan zu stärken. Es müsse ein „Mechanismus“ gefunden werden, der sicherstelle, dass alle Seiten dessen Friedensplan achteten.

Moskau steht im Verdacht, Syriens Staatschef Baschar al-Assad Waffen zu liefern, und sperrt sich zudem gegen eine schärfere Haltung des UN-Sicherheitsrats. Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) äußerte jedoch die Hoffnung, dass Russland seine Haltung ändern könnte. „Es gibt in Moskau erkennbar vorsichtige Anzeichen einer Bewegung“, sagte er der „Passauer Neuen Presse“.

Die Schweiz hat angeboten, eine internationale Konferenz zum Syrien-Konflikt zu organisieren. Entsprechende Vorschläge habe er dem Syrien-Sondergesandten Kofi Annan unterbreitet, sagte der Schweizer Außenminister Didier Burkhalter heute der „Neuen Zürcher Zeitung“.

Annan hatte die Bildung einer Kontaktgruppe einflussreicher Staaten vorgeschlagen, die mit Damaskus über eine Lösung auf der Basis seines Sechs-Punkte-Friedensplans verhandeln soll. Zu der Gruppe sollten nach den Vorstellungen des Syrien-Sondergesandten der UN und der Arabischen Liga neben Russland, China und den USA auch regionale Mächte wie Saudi-Arabien und der Iran gehören.

„Die Schweiz unterstützt diese Initiative“, sagte der Minister. Es sei derzeit aber noch offen, ob die Konferenz, die in Genf stattfinden würde, tatsächlich zustande kommt. Als möglichen ersten Termin hatte Frankreichs Außenminister Laurent Fabius kürzlich den 30. Juni ins Gespräch gebracht. Die Schweiz halte sich bereit und stehe in Kontakt mit Annans Team in Genf, sagte Burkhalter. Die Bildung der Syrien-Kontaktgruppe galt bislang wegen des Widerstands der USA gegen eine Beteiligung des Irans als schwierig.

Die syrische Führung unter Präsident Assad lässt seit Mitte März 2011 eine Protestbewegung blutig niederschlagen. Dabei kamen nach Angaben von Menschenrechtsaktivisten bisher mehr als 14.400 Menschen ums Leben.

Kommentare (4)

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Thomas-Melber-Stuttgart

21.06.2012, 10:12 Uhr

Wer im Glashaus sitzt, usw., usf.

Nero

21.06.2012, 12:54 Uhr

@Handelsblatt: Überlegt Euch gut ob Ihr in das Horn der Propaganda mit hinein stoßt!!!!
Die sog. syrische Protestbewegung ist eine Terrorbewegeung aus Al-Quaida, CIA, MI6 !!!! Und die arabische Liga ist ebenso wie die UN vom CIA unterwandert!

...aber wie sagt Chr. Hörstel so schön: der Journalismus in Deutschland ist tot!

Ihr Mitläufer!

pedrobergerac

21.06.2012, 13:42 Uhr

Das ist nur der Frust, weil sie keine deutschen panzer bekommen.

Am Ende dieser Voraussagungen vieler Propheten und Seher steht der grosse Showdown, das biblische Armageddon als das Finale unserer Zivilisation, an. Der letzte Zerstörungswahnsinn, für den alle Waffen in die Schlacht geworfen werden.

"Die Lebenden werden die Toten beneiden!" ... und: "es werden nur wenig übrigbleiben. Wenn man jemanden trifft, wird man fragen, wo hast du gesteckt?"

Offensichtlich gibt es zwei grosse "religiöse Netzwerke", die diese Prophezeiungen, die auch in der Johannes Offenbarung, die Apokalypse, geschildert werden, vorantreiben. Zum einen das jüdisch-zionistische Netzwerk und zum anderen christlich-messianische Netzwerke.

Andere Kulturen und Blöcke werden durch gezielte Provokationen in dieses diabolische Vorhaben gedrängt und gezwungen zu reagieren. Das ist sowohl beim Iran-, wie auch beim Syrien-Konflikt ersichtlich. Nicht umsonst warnen russische Kreise bereits vor einem neuen Weltkrieg. Ist doch der Nahe Osten als gesamtes ein Pulverfass, das jederzeit explodieren und sich global ausweiten kann. Der jüdisch-muslimische Konflikt dient meines Erachtens nur dem "grossen Vorhaben", das Armageddon zu erfüllen ... so wie es in den alten Schriften steht!

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