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25.01.2011

06:28 Uhr

Kritik an Sicherheit

Medwedjew sagt nach Moskau-Anschlag Davos ab

Nach dem verheerenden Anschlag von Moskau hat Russlands Präsident Dimitrij Medwedjew Sicherheitsmängel eingeräumt. Wegen der aktuellen Lage sagte er kurzfristig seine Eröffnungsrede auf dem Weltwirtschaftsgipfel in Davos ab.

Präsident Medwedjew kritisiert die laxe Sicherheit am Flughafen. Quelle: dpa

Präsident Medwedjew kritisiert die laxe Sicherheit am Flughafen.

MoskauDer russische Präsident Dmitrij Medwedjew kritisiert nach dem verheerenden Selbstmordanschlag auf dem Moskauer Flughafen Domodedowo, dass Sicherheitsvorkehrungen offenbar zu lax gehandhabt wurden. Die Gesetze würden nicht konsequent genug eingehalten, sagte er. Wegen der aktuellen Lage sagte er kurzfristig seine Eröffnungsrede auf dem Weltwirtschaftsgipfel in Davos ab.

Bei der Tat wurden am Montag mindestens 35 Menschen getötet und 126 verletzt, sagte Gesundheitsministerin Tatjana Golikowa am Dienstagmorgen. Verletzt wurde auch eine Deutsche. Dabei handelt es sich nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa allem Anschein nach um eine Russlanddeutsche. Die Deutsche Botschaft in Moskau konnte die Angaben zunächst nicht bestätigen, auch dem Auswärtigen Amt lagen am Abend keine Erkenntnisse vor.

Medwedjew schaltete den Inlandsgeheimdienst FSB ein und ordnete im ganzen Land erhöhte Alarmbereitschaft an. Ermittler beschlagnahmten Videos von den Überwachungskameras, die die Explosion aufgezeichnet hatten. Nach Medienberichten soll der FSB schon seit einer Woche über Anschlagspläne informiert gewesen sein.

Inzwischen wurde die Tat international verurteilt. US-Präsident Barack Obama bezeichnete das Attentat als „abscheulichen Terrorakt gegen das russische Volk“. Es handele sich um eine „vorsätzliche Attacke auf unschuldige Zivilisten“, hieß es in einer Erklärung Obamas. Uno-Generalsekretär Ban Ki Moon sprach von einem beklagenswerten Akt gegen unschuldige Menschen. Ban sprach den betroffenen Familien sein tiefstes Beileid aus und bekundete Solidarität mit der russischen Regierung.

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