Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

07.10.2012

21:17 Uhr

Kritik und Glückwünsche

Kremlchef Putin feiert seinen Sechzigsten

Einer der mächtigsten Männer der Welt wird 60: Wladimir Putin. Auch zum Jubiläum scheiden sich an Russlands Präsidenten die Geister. Während ihm Unterstützer Geschenke schicken, fordert die Opposition seinen Abgang.

Eine Ausstellung des Künstlers Alexey Sergienko zu Russlands Präsident Putin. Reuters

Eine Ausstellung des Künstlers Alexey Sergienko zu Russlands Präsident Putin.

MoskauKein lupenreiner Jubel für den Kremlchef: Wladimir Putin hat an seinem 60. Geburtstag heftige Kritik von Opposition und Politologen einstecken müssen. Angesichts von Sonderausstellungen und Galakonzerten für den russischen Präsidenten am Sonntag sprachen Regierungsgegner von einem „Personenkult wie in Nordkorea“. Bei Protesten gegen Putin seien in Moskau und St. Petersburg mehrere Demonstranten festgenommen worden, meldete die Agentur Interfax.

Der Politologe Gleb Pawlowski beklagte einen „tiefen Graben zwischen der Staatsführung und der Gesellschaft“ seit Putins Rückkehr in den Kreml im Mai 2012. Von Regierungschef Dmitri Medwedew und Präsidenten von Ex-Sowjetrepubliken kamen dagegen Glückwünsche für den Staatschef, der in seiner Geburtsstadt St. Petersburg feierte.

Russland: Putin zählt Medwedew an

Russland

Putin zählt Medwedew an

Russlands Präsident Putin kritisierte die Haushaltspläne der Regierung von Medwedew.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hob in einem Schreiben an Putin die besondere Bedeutung der bilateralen Beziehungen hervor. Beide Länder könnten zentrale internationale Probleme nur gemeinsam lösen.

In der russischen Teilrepublik Nordossetien im Kaukasus hissten Bergsteiger ein riesiges Putin-Porträt auf einem 4150 Meter hohen Gipfel. Medwedew schenkte dem Jubilar ein Buch des Künstlers Alexander Benois (1870-1960). Kulturminister Wladimir Medinski bezeichnete den Präsidenten als den demokratischsten Kremlchef seit Zar Nikolaus II. (1868-1918).

Dagegen schickte die Opposition dem „Dauerherrscher“, der das offizielle russische Rentenalter erreichte, eine Parkbank und Pantoffeln zum „Rückzug in den Ruhestand“.

Der Politologe Igor Jurgens forderte Putin rund sechs Monate nach dessen Rückkehr ins Präsidentenamt zur Modernisierung Russlands auf. „Falls er dies nicht tut, ist sein Scheitern programmiert“, sagte Jurgens. Putin selbst kritisierte in einer Geburtstagssendung des Staatsfernsehens die Opposition, die „nichts könne außer schreien“. Die Mehrheit der Russen stehe hinter ihm, betonte der Kremlchef.

Von

dpa

Kommentare (3)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

bjarki

07.10.2012, 23:37 Uhr

Schade dass er nicht Insasse in einem seiner Gulags ist. Dort könnte er im Steinbruch feiern verdient hätte er es. Statistisch hat er in Russland noch eine Lebenserwartung von 4,8 Jahren. Da keimt doch Hoffnung auf.

Iason

08.10.2012, 08:44 Uhr

Lang soll er leben und gesund.

DieTatsache

08.10.2012, 10:58 Uhr

Einer der coolsten Politiker weltweit... Was soll man ihm wünschen? Gesund ist er und frisch im Kopf. So bleibt es auch eine Weile. Putin ist wie eine sprichwörtliche Karawane: zieht unbeirrt weiter und die Hunde bellen vergeblich weiter...

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×