Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

04.10.2012

18:25 Uhr

Kritik von EU-Experten

Genmais-Rattenstudie hat schwere Mängel

Die Untersuchung sorgte für Aufruhr. Französische Forscher hatten Ratten mit genverändertem Mais gefüttert. Folge seien riesige Tumore und frühzeitiger Tod. Nun lassen EU-Experten die Studie krachend durchfallen.

Die EU-Experten kritisierten die viel zu geringe Anzahl der Versuchstiere. Zudem komme Krebs bei der verwendeten Rattenart vergleichsweise häufig vor. dpa

Die EU-Experten kritisierten die viel zu geringe Anzahl der Versuchstiere. Zudem komme Krebs bei der verwendeten Rattenart vergleichsweise häufig vor.

BrüsselVerheerende Kritik an Genmais-Studie: Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (Efsa) hält die französische Untersuchung zu den schädlichen Wirkungen von Genmais nicht für aussagekräftig. Das teilte die Behörde am Donnerstag in Parma mit. Ein Forscherteam der Universität im westfranzösischen Caen hatte in einer jüngst veröffentlichten Studie an Ratten Krebserkrankungen und frühen Tod auf den Konsum von genetisch verändertem Mais zurückgeführt. Die Efsa-Wissenschaftler sehen aber schwere handwerkliche Mängel und Datenlücken.

Umstrittene Sorte: EU-Staaten einigen sich nicht über Zulassung von Genmais

Umstrittene Sorte

Keine Einigung über Zulassung von Genmais

Keine Einigung unter den EU-Mitgliedsstaaten in der Diskussion um Genmais. Die umstrittene neue Sorte erhält nun wahrscheinlich eine Freigabe der EU-Kommission.

So sei schon das Forschungsziel der Wissenschaftler um Gilles-Eric Séralini nicht klar umrissen gewesen, schreiben die Efsa-Experten. Auch die Zahl der Versuchtstiere sei viel zu gering für eine verlässliche Aussage gewesen. Gerade einmal zehn Ratten waren in einer Testgruppe. Krebs komme bei der verwendeten Rattenart ohnehin vergleichsweise häufig vor, statistische Rückschlüsse seien unter diesen Bedingungen nicht möglich. Zudem fehlten Daten etwa zum Futter oder zu den Schäden, die die Ratten im Laufe der zweijährigen Untersuchung entwickelten.

„Schlussfolgerungen zum unterschiedlichen Auftreten von Tumoren zwischen den Behandlungsgruppen können ... nicht gezogen werden“, bilanziert die Efsa. Das deutsche Bundesamt für Risikobewertung (BfR) und verschiedene Forscher hatten die Studie bereits ebenfalls bemängelt.

Kommentare (4)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Brasil

04.10.2012, 19:19 Uhr

Ach, wer wird denn vor Genverseuchten Lebensmitteln Angst haben? Monsanto, BASF & Co. haben doch nur das Beste im sinn!
Das bestaetigt auch die Aussage des am. Praesidenten kuerzlich, der drohte damit, dass jedes Land welches Genmanipulierte Ware boykotiert mit einem Handelskrieg rechnen muss! Schliesslich muss der Staat auch direkt die Interessen einzelner Firmen verteidigen, bzw. weltweit durchsetzen und wenn das mit Waffen ist. Schliesslich hat die USA kaum noch was auf dem Weltmarkt zu bieten, was Andere nicht preiswerter UND besser machen! Das Einzige was dort noch funktioniert ist die Kriegsmaschinerie, weil sie seit dem WW II in nahezu 250 Kriegen enorme Erfahrungen sammeln konnten! Was mit bekannten Waffen micht auszurotten ist, muss wohl Monsanto erledigen und wehe, wenn man sie dabei stoert!
Da die ganzen EU Kasper selbst ja nichts zustandebringen, ausser ihren Haushalt aufzublaehen und fremdes Geld zu veruntreuen, werden sie ihre Meinung natuerlich nach dem Wind der USA ausrichten!
Da sie allesamt von keinem Mensc hen in Europa legitimisiert sind, brauchen sie STARKE Unterstuetzung und das koennen sie aus den USA bekommen.

hansblick

04.10.2012, 20:33 Uhr

schlimm...die EU kommisaren sind echt bereit leute millionen fach umzubringen...bin echt gespannt wie lang der medien diese korrupten haufen noch verteidigen..

die verursachen leiden und armut...korruption...verbrechen und hass in ganz europa..

weg damit...

Sklave

04.10.2012, 22:04 Uhr

Als Otto-Normalbürger leben wir in einer Scheindemokratie. Wir haben unsere Aufgabe als Melkkühe für den Euro und als Versuchstiere für zahlreiche internationale Konzerne zu erfüllen. Persönlich erwarte ich schon lange nicht mehr, dass "unabhängige EU-Beamte" nicht auf der Gehaltsliste von Monsanto usw. stehen.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×