Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

17.07.2013

20:26 Uhr

Kuba liefert Waffen an Nordkorea

Kampfjets unter Zucker

Mysteriöser Waffenfund am Panamakanal: Fahnder finden an Bord eines nordkoreanischen Schiffes Kriegsgerät aus Kuba. Veraltete Waffentechnik auf dem Weg in die Werkstatt, heißt es. Doch offene Fragen bleiben.

MiG-21-Kampfjets unter Zucker

Video: MiG-21-Kampfjets unter Zucker

Ihr Browser unterstützt leider die Anzeige dieses Videos nicht.

HavannaDie kubanische Regierung hat einen Waffentransport nach Nordkorea in einem von Panama gestoppten Schiff bestätigt. Es handele sich um „veraltetes defensives Kriegsgerät“, das repariert und nach Kuba zurückgeschickt werden sollte, teilte das kubanische Außenministerium am Dienstagabend (Ortszeit) mit. Panama hatte das verdächtige nordkoreanische Schiff tags zuvor am Panamakanal gestoppt. Am Mittwoch meldeten die Behörden den Fund weiterer Container.

Es gehe um „zwei weitere Container im selben Schiffsraum“, schrieb Sicherheitsminister José Raúl Mulino im Kurzmitteilungsdienst Twitter. Es blieb zunächst unklar, ob die Container auch Waffen enthielten. Die USA reagierten indes vorsichtig. Man wolle „sehr bald“ mit Kuba über den Vorfall reden, hieß es am Mittwoch aus Washington.

Nach Angaben des panamaischen Senders TVN-Noticias will Panama den Fall an die UN übergeben. Das mittelamerikanische Land zeigte sich am Mittwoch unzufrieden mit der Erklärung Kubas. Die Regierung von Präsident Ricardo Martinelli monierte vor allem den undeklarierten Transport von Waffen in einem Handelsschiff.

Es habe sich um zwei veraltete Luftabwehrsysteme gehandelt, bestätigte die Regierung in Havanna. Außerdem seien an Bord verschiedene Raketenteile, zwei Flugzeuge des Typs MiG-21 und 15 Motoren für diese Art von Maschinen gewesen. Bei den genannten Waffentypen handelt es sich um Geräte sowjetischer Herstellung.

Das Schiff hatte große Mengen Zucker geladen und war auf dem Weg nach Nordkorea. Das Material sei unter der Ladung versteckt gewesen, berichteten panamaische Medien. Die Behörden hatten das Schiff seit vergangenem Mittwoch wegen des Verdachts auf Drogen im Visier, erklärte Sicherheitsminister Mulino einem Radiosender.

Von

dpa

Kommentare (11)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Pit

17.07.2013, 10:02 Uhr

Diese Aktion ist tatsächlich defensiv. Wer heute noch MIG21 kauft will ein Kriegsmuseum bestücken. Das ist so als ob sich Südkorea einen Starfighter kauft. Teures Geld wird anstatt in Nuklearwaffen in Antiquitäten angelegt. Dieser Schrott ist nun wirklich keine Bedrohung mehr. Schade um die Umweltschäden beim Absturz. Schade um die zeit solchen Unsinn zu lesen

Account gelöscht!

17.07.2013, 10:52 Uhr

Sie werden sicher nicht dümmer dadurch geworden sein.

Orakel

17.07.2013, 10:54 Uhr

Ganz so einfach sehe ich die Sache nicht. Hier wurde versucht heimlich, unter Zucker versteckt Kriegsmaterial nach Nordkorea zu versenden. Das menschenverachtende Regime
in Nordkorea ist alles andere als ein seriöser Partner

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×