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13.08.2014

14:03 Uhr

Küste Spanien und Italien

Mehr als 2000 Menschen gerettet

Das Flüchtlingsdrama wird allmählich zur Normalität. Kürzlich rettete eine Fregatte allein 2000 Menschen. Die Erfahrung zeigt: Dies ist kein Einzelfall vor den Küsten Spaniens und Italiens.

Ein Foto der italienischen Marine zeigt ein völlig überfülltes Boot mit Flüchtlingen auf dem Mittelmeer zwischen Sizilien und Nordafrika. dpa

Ein Foto der italienischen Marine zeigt ein völlig überfülltes Boot mit Flüchtlingen auf dem Mittelmeer zwischen Sizilien und Nordafrika.

MadridVor den italienischen und spanischen Küsten sind mehr als 2000 Bootsflüchtlinge gerettet worden. Wie die italienische Militärmarine am Mittwoch bekanntgab, brachte ihre Fregatte „Scirocco“ von einem einzigen Flüchtlingsboot 530 Menschen in Sicherheit, darunter 47 Frauen und 137 Kinder. Ein Schiff der Küstenwache habe bei drei Einsätzen 686 Menschen an Bord genommen, ein griechisches Handelsschiff habe 180 weitere Flüchtlinge vor Lampedusa gerettet.

Damit sei die Zahl der geretteten Flüchtlinge seit Beginn des Jahres auf mehr als 98.000 gestiegen, sagte der Präfekt Mario Morcone vom italienischen Innenministerium. „Es sind Menschen, die nicht zum Urlaub sondern aus Verzweiflung nach Italien kommen.“ Trotz der Bemühungen um ihre Rettung lasse eine große Zahl von Flüchtlingen bei den Überfahrten ihr Leben.

Die spanische Küstenwache griff am Dienstag indes mehr als 900 afrikanische Flüchtlinge in der Meerenge von Gibraltar auf. Insgesamt seien 920 Menschen aus 94 Booten gerettet worden, teilte die Küstenwache am Mittwoch im Kurzbotschaftendienst Twitter mit. Am Dienstagabend war zunächst von rund 680 Flüchtlingen die Rede gewesen. Wegen des warmen Wetters und der ruhigen See ist der Flüchtlingsstrom derzeit besonders hoch. Außerdem wird die Lage in vielen afrikanischen Konfliktgebieten immer schlimmer.

Von

afp

Kommentare (2)

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Herr Teito Klein

13.08.2014, 17:08 Uhr

Flucht ins gelobte Land
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Tausende Flüchtlinge versuchen nach Europa zu kommen.

Sie fliehen vor Armut und Elend in ihrer Heimat.
Sie bezahlen Schleppern tausende von Dollar für die Überfahrt in Seelenverkäufern und nehmen den Tod in Kauf.
Spanien ist aber genauso wenig ihr eigentliches Ziel. Sie wollen ins "gelobte Land". Dort erhalten sie Unterkunft und Sozialleistungen incl. Kindergeld.

Herr Wolfgang Trantow

13.08.2014, 18:51 Uhr

Und warum bringt man die Geretteten nicht sofort nach Afrika?? Wiesoo sollen die EU-Bürger unter den faulen Sozialschmarotzer leiden?

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