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16.03.2014

15:43 Uhr

Kurzstreckenwaffen

Nordkorea provoziert mit neuen Raketentests

Nordkorea hat am Sonntag nach südkoreanischen Angaben 18 Kurzstreckenraketen von seiner Ostküste ins Meer gefeuert. Um welche Art von Waffensystem es sich handelt, sei noch nicht klar, hieß es aus Seoul.

Foto einer Militärparade in Pjöngjang im April 2012: Die Streitkräfte zeigen SA-3 Boden-Luft-Raketen. AFP

Foto einer Militärparade in Pjöngjang im April 2012: Die Streitkräfte zeigen SA-3 Boden-Luft-Raketen.

Seoul/PjöngjangInsgesamt 18 Geschosse seien am Sonntag in zwei Salven von der Ostküste etwa 70 Kilometer weit in das Japanische Meer geschossen worden, erklärte ein Sprecher des südkoreanischen Verteidigungsministeriums. Zunächst seien zehn Raketen zum Einsatz gekommen, kurz danach noch einmal acht.

Möglicherweise waren die Tests von Pjöngjang als Protest gegen laufende gemeinsame Militärmanöver der USA und Südkoreas gedacht. Seit Beginn des jährlichen Militärmanövers Südkoreas und der USA im Februar testete Pjöngjang bereits mehrfach Kurzstreckenraketen. Seoul und Washington kritisierten dies. Diese Tests gelten im Gegensatz zu Tests mit Langstreckenraketen als Routine.

Vor wenigen Tagen hatte Nordkorea allerdings Artillerie in einer Gegend abgeschossen, die nur Minuten später ein chinesisches Passagierflugzeug mit 202 Menschen an Bord überflog. Pjöngjang betont, die Raketentests gehörten zum normalen militärischen Training. Die zivile Luftfahrt werde beachtet.

Das Manöver soll noch bis zum 18. April dauern, rund 12.700 Soldaten beider Länder sind daran beteiligt. Seoul und Washington hatten betont, die größtenteils am Computer simulierten Übungen hätten reinen Verteidigungscharakter. Im vergangenen Jahr hatte die nordkoreanische Führung aus Verärgerung über das Manöver mit einem Atomangriff gedroht.

Das kommunistische Nordkorea und Südkorea befinden sich offiziell im Kriegszustand. Der Koreakrieg der Jahre 1950 bis 1953 wurde durch einen Waffenstillstand beendet, einen Friedensvertrag gab es nie.

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