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02.12.2014

12:53 Uhr

Lage in der Ostukraine

Neuer Anlauf für Waffenstillstand in Lugansk

Nach Angaben der OSZE haben sich Vertreter des ukrainischen Militärs und der prorussischen Separatisten auf einen Waffenstillstand in der Region Lugansk geeinigt. Über Details des Abkommens gibt es aber noch Differenzen.

In der Region Luhansk in der Ostukraine sollen die Waffen bald schweigen. Reuters

In der Region Luhansk in der Ostukraine sollen die Waffen bald schweigen.

KiewDas ukrainische Militär und die prorussischen Separatisten in der Region Lugansk im Osten des Landes haben sich nach Angaben der OSZE auf einem Waffenstillstand geeinigt. Die neue Feuerpause solle am Freitag in Kraft treten, erklärte die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE).

Vertreter beider Seiten hätten sich grundsätzlich auf eine vollständige Waffenruhe entlang der gesamten Front geeinigt. Differenzen gebe es aber noch über Details, teilte die OSZE am Montagabend mit. Die Regierung in Kiew erklärte, ukrainische und russische Militärs würden am Dienstag auch mit den Separatisten in Donezk über eine möglichst rasche Feuerpause sprechen.

Die Mauer zwischen Russland und der Ukraine

2300 Kilometer...

... lang soll die Mauer zwischen Russland und der Ukraine nach dem Willen der ukrainischen Führung werden. Damit möchte die Führung in Kiew verhindern, dass heimlich Waffen und Kämpfer zur Verstärkung der moskautreuen Separatisten in die Ex-Sowjetrepublik gelangen. Die Ukraine wirft Russland vor, die Aufständischen auszurüsten. Moskau weist dies zurück und kritisiert die geplante Mauer.

Rund 400 Kilometer...

...Grenze sind aber derzeit nicht in der Hand der ukrainischen Behörden. Dort haben die Aufständischen die Kontrolle. In diesen Gebieten soll den Plänen Kiews zufolge erst in einer zweiten Phase gebaut werden. In einer ersten Phase soll in den Gebieten mit dem Bau begonnen werden, die der ukrainische Grenzschutz kontrolliert: in Tschernigow, Sumy und Charkow sowie im Norden des Raums Lugansk.

Provisorische Befestigungen...

... sind an der Grenze zu der von Russland annektierten Schwarzmeerhalbinsel Krim geplant.

Herzstück des Mauerprojekts...

... sind ein Erdwall und ein mindestens vier Meter breiter und zwei Meter tiefer Graben. Ein fünf Meter breiter Sandstreifen soll Spuren von möglichen Grenzverletzungen zeigen. Alle 20 Kilometer ist ein Wachturm geplant.

Ein Zaun statt einer Mauer...

... ist für die weitgehend von den Aufständischen kontrollierten Gebiete Donezk und Lugansk. Alle 100 Meter sollen dort Kameras Grenzverstöße aufdecken helfen.

Rund 100 Millionen Euro...

... soll die Grenzbefestigung ersten Schätzungen zufolge kosten. Experten gehen von weitaus höheren Kosten aus. Der Bau soll in einem halben Jahr abgeschlossen sein.

Die Ukraine, Russland und die Separatisten hatten sich bereits Anfang September im Abkommen von Minsk auf einen Waffenstillstand geeinigt. Die Vereinbarung wurde aber immer wieder verletzt, der Artilleriebeschuss dauerte an. In dem Konflikt sind bisher mehr als 4300 Menschen getötet worden. Die Separatisten kontrollieren die Regionen Donezk und Lugansk im Osten der Ukraine.

Von

rtr

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