Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

07.01.2010

11:34 Uhr

Landeswährung

Japans neuer Finanzminister bringt Yen unter Druck

Kaum im Amt sorgt Japans neuer Finanzminister Naoto Kan schon für Schlagzeilen - mit Folgen. Seine Aussage, dass er einen schwächeren Yen favorisiere, brachte die Landeswährung unter Druck.

Kan hatte am Mittwoch den 77-jährigen Hirohisa Fujii als Finanzminister abgelöst. Reuters

Kan hatte am Mittwoch den 77-jährigen Hirohisa Fujii als Finanzminister abgelöst.

HB TOKIO. Angesichts der Auswirkungen der Wechselkurse auf die exportorientierte Wirtschaft werde er gemeinsam mit der japanischen Notenbank daran arbeiten, dass die Landeswährung auf ein angemessenes Niveau gedrückt werde, sagte Naoto Kan am Donnerstag. „Es wäre schön, wenn der Yen etwas nachließe“, sagte Kan, der auch stellvertretender Ministerpräsident ist.

Der Yen geriet nach Kans Aussagen unter Druck. Der Eurokurs stieg am Vormittag auf 133,38 Yen. Vor den Aussagen hatte er noch bei 132,49 gelegen. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Mittwoch noch auf 132,69 (132,54) japanische Yen festgesetzt. Der Dollar kletterte nach den Aussagen auf 92,87 Yen, nachdem er zuvor 92,11 Yen gekostet hatte.

Durch einen schwächeren Yen werden japanische Produkte im Ausland günstiger. Ein zu starker Yen könnte daher nach Ansicht von Analysten die Konjunkturerholung Japans bremsen. Das Land hatte im Zuge der Wirtschaftskrise die schwerste Rezession seit dem Zweiten Weltkrieg erlebt.

Kan hatte am Mittwoch den 77-jährigen Hirohisa Fujii als Finanzminister abgelöst. Fujii war aus gesundheitlichen Gründen zurückgetreten.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×