Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

29.01.2011

16:26 Uhr

Lars Feld

Neuer Wirtschaftsweiser für Umschuldung Griechenlands

Der neue Wirtschaftsweise Lars Feld hat sich für eine Umschuldung des Euro-Krisenstaats Griechenland ausgesprochen. Dazu sollten die griechischen Staatsanleihen erst nach Ablauf der Laufzeit zurückbezahlt werden.

Wirtschaftsweiser Lars Feld: Griechenland mehr Zeit geben. Pressebild

Wirtschaftsweiser Lars Feld: Griechenland mehr Zeit geben.

HB FRANKFURT. "Am besten wäre es, den Griechen mehr Zeit zu geben, ihre Schulden zurückzuzahlen", sagte Feld der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". "Das geht, indem man die Fristen ihrer Staatsanleihen verlängert, also das Datum ihrer Fälligkeit nach hinten verschiebt", fügte er hinzu. Die Gläubiger würden damit nicht zu viel Geld verlieren und Griechenland bekäme Luft.

Die Gefahr, damit einen neuen Schock an den Finanzmärkten auszulösen, hält er für gering: "Ich glaube, dass das Bankensystem wieder stabiler ist, so dass ein Land wie Griechenland umschulden könnte", sagte er. Den Rettungsfonds von 750 Milliarden für überschuldete Euroländer noch auszuweiten hält Feld hingegen für die falsche Idee: "Nach 750 Milliarden kommt unendlich. Dann gibt es kein Halten mehr."

Kommentare (1)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

azaziel

29.01.2011, 19:37 Uhr

Hmm, klingt schon etwas realistischer, als was viele Kollegen so sagen. ich frage mich allerdings, wie die Griechen die gestiegene Zinslast finanzieren koennen. Durch neue Schulden? Oder koennen die Zinsen auch bis zum Ende der Laufzeit der Anleihen ausgesetzt werden? Oder koennten die Zinsen zum Teil erlassen oder auf einen niedrigeres Niveau gesetzt werden?

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×