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15.01.2015

09:33 Uhr

Laut Amnesty International

Boko Haram tötete Schwangere während Entbindung

Es sei die „größte und zerstörerischste Attacke“, die Boko Haram je durchgeführt hat. Zu diesem Schluss kommt Amnesty nach einer Untersuchung eines Angriffs in Nigeria. Dabei kam es zu unfassbaren Grausamkeiten.

Anhänger der Gruppe Boko Haram: Boko Haram will in Teilen von Nigeria ein Kalifat errichten. AFP

Anhänger der Gruppe Boko Haram: Boko Haram will in Teilen von Nigeria ein Kalifat errichten.

Lagos/LondonAmnesty International hat der Islamistengruppe Boko Haram schwere Verbrechen während eines blutigen Angriffs auf die Stadt Baga im Nordosten von Nigeria vorgeworfen. Die Kämpfer hätten unter anderem eine Schwangere während der Entbindung erschossen, erklärte die Menschenrechtsorganisation am Donnerstag unter Berufung auf einen Augenzeugen. Boko Haram hatte am 3. Januar Baga und umliegende Ortschaften angegriffen und nach Einschätzung von Amnesty mehrere hundert Menschen ermordet. Den Angaben zufolge wurden dabei mehr als 3700 Gebäude verwüstet oder beschädigt. „Einer der Orte wurde in vier Tagen fast komplett von der Landkarte gelöscht“, sagte Amnestys Nigeria-Mitarbeiter Daniel Eyre. „Einer der Orte wurde in vier Tagen fast komplett von der Landkarte gelöscht“

Die Organisation sprach von der „größten und zerstörerischsten Attacke“, die Boko Haram je ausgeführt habe. Die vorsätzlichen Tötungen von Zivilisten und die Zerstörung ihres Eigentums seien „Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit und verlangen eine Untersuchung“, erklärte Amnesty. Boko Haram will in Teilen des Landes ein Kalifat errichten. Der Angriff vom Januar galt offenbar zivilen Selbstverteidigungsmilizen, die das Militär im Kampf gegen die Gruppe unterstützen.

Die Organisation veröffentlichte auch mehrere Satellitenbilder, bei denen es sich um Aufnahmen von Baga und Umgebung handeln soll. Amnesty schätzt, dass im Zuge der Angriffe mehr als 3700 Gebäude beschädigt oder komplett zerstört wurden. Örtliche Vertreter hatten bereits erklärt, dass Baga sowie mindestens 16 umliegende Siedlungen zerstört und 20.000 Menschen zur Flucht gezwungen worden seien.

In Nigeria finden Mitte Februar Parlaments- und Präsidentschaftswahlen statt. Die Welle der Gewalt durch Boko Haram wird auch als Versuch gewertet, diese Wahlen zu gefährden.

Kommentare (1)

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Herr Frank Cebulla

15.01.2015, 11:00 Uhr

Die islamischen Terroristen sind unerträglich in ihrer Menschenverachtung.
Wann wird endlich in allen Medien Klartext gesprochen und klare Kante dagegen gezeigt?
Hernn Broder lesen heute "kleine Zeitung" Österreich!
Der deutsche Bundestag heute nur Sprechblasen für den Islam.
Der Islam darf nicht mehr benannt werden in den Schreckensmeldungen, dank unserer MG der berliner Blockparteien!
Zum Gedenken in Berlin kein Moslem, als Bürger auf dem Platz.
Die EU ist nur noch in Angst und Schrecken vor den Auswirkungen des Islams.
Es langt, aber gewaltig!!!

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