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17.12.2014

15:07 Uhr

Laut Kommission

Briten misshandelten Iraker – aber keine Folter

Schlafentzug, Einschüchterungen und nichts zu essen: Britische Soldaten sollen 2004 bei Befragungen irakischer Gefangener gegen das Völkerrecht verstoßen haben. Zu Folter und Mord kam es laut einem Bericht aber nicht.

Das britische Verteidigungsministerium hat zugegeben, dass einzelne Soldaten im Irak sich falsch verhalten haben. dpa

Das britische Verteidigungsministerium hat zugegeben, dass einzelne Soldaten im Irak sich falsch verhalten haben.

LondonBritische Soldaten haben während des Irakkriegs im Mai 2004 neun irakische Gefangene bei Befragungen misshandelt. Sie verbanden ihren die Augen, gaben ihnen nichts zu Essen, ließen sie nicht schlafen und schüchterten sie ein, heißt es in einem am Mittwoch veröffentlichten Bericht einer unabhängigen Untersuchungskommission, die hunderte Zeugen befragt hat. Damit hätten sie gegen das Völkerrecht verstoßen.

Die von dem ehemaligen Richter Thayne Forbes geleitete Kommission hat sich fünf Jahre lang mit Folter-, Verstümmelungs- und Mordvorwürfen gegen die britische Armee befasst. Diese beruhten aber auf „vorsätzlichen Lügen, leichtsinnigen Spekulationen und tief verwurzelter Feindseligkeit“, erklärte er.

Mehrere Gefangene hatten der britischen Armee die Taten vorgeworfen, zu denen es im Mai 2004 nach einem Gefecht gekommen sein sollte. Weil eine erste Untersuchung der Militärpolizei Mängel aufwies, ordnete der damalige Verteidigungsminister Bob Ainsworth Ende 2009 eine richterliche Untersuchung an.

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Das britische Verteidigungsministerium hat zugegeben, dass einzelne Soldaten sich falsch verhalten haben. Einer der bekanntesten Fälle ist der des Irakers Baha Mousa, der in britischer Haft umkam. Einer Untersuchung zufolge waren gegen ihn Methoden angewandt worden, die nicht mit der Genfer Konvention vereinbar sind. Von sieben Angeklagten Soldaten wurde im Jahr 2006 einer zu einem Jahr Haft verurteilt, die anderen wurden freigesprochen.

Von

dpa

Kommentare (3)

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Frau Helga Trauen

17.12.2014, 15:15 Uhr

Natürlich keine Folter. Schließlich geht es um die "westlichen Werte". Da wird nicht gefoltert. NIEMALS. Das gab es schließlich noch nie.
Haben die Russen nicht Recht, wenn sie von zweierlei Maß reden? Von Heuchlerei? Von Lügen und Verzerrungen? Wo ist der Aufschrei der deutschen Medien, die die deutsche Gestapo-, SS-, Stasi-Vergangenheit kennen sollten und eine ganz besondere Empfindlichkeit spüren sollten? Nichts da?
Ulfkotte liegt mit seinen "gekauften Journalisten" absolut richtig!

Herr Volker Birk

17.12.2014, 15:49 Uhr

Um Murat Kurnaz in diesem Interview zu zitieren:

http://youtu.be/A7Oz4aO6nvA

“Schalfentzug ist die schlimmste Folter.”

Account gelöscht!

17.12.2014, 16:17 Uhr

" Zu Folter und Mord kam es laut einem Bericht aber nicht."

Nein, natürlich nicht. Die toten Iraker haben alle Selbstmord begangen.
Wenn man die Motive des Einmarsches zugrunde legt, waren das alles Morde!

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