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07.08.2012

02:22 Uhr

Laut Regierungskreisen

Griechenland will Gaskonzern noch 2012 verkaufen

Griechenland unternimmt einen neuen Anlauf, seinem schleppenden Privatisierungskurs Leben einzuhauchen. Angeblich hätten schon mehrere Unternehmen Interesse am Kauf des Erdgaskonzern DEPA bekundet.

Die griechische Flagge neben einem Gebäude. Reuters

Die griechische Flagge neben einem Gebäude.

Athen Regierungskreisen zufolge würden bis Ende September verbindliche Gebote für den Erdgaskonzern DEPA und den Ferngasnetzbetreiber DESPA erwartet.

Russische, italienische, französische und US-Unternehmen hätten bereits Interesse bekundet, sagte ein Regierungsvertreter am Montag der Nachrichtenagentur Reuters. Man hoffe, den Verkauf im Spätherbst abschließen zu können.

Griechenlands Exportwirtschaft

Brennstoffe, technische Öle

Den größten Anteil an Exportgütern aus Griechenland haben Brennstoffe und technische Öle. Sie umfassen 27,1 Prozent des hellenischen Exports.

Vorerzeugnisse

Vorerzeugnisse wie Stahl haben bei den griechischen Exportgütern einen Anteil von 16,8 Prozent.

Lebende Tiere und Nahrungsmittel

Mit 14,2 Prozent sind lebende Tiere und Nahrungsmittel das drittgrößte Importgut Griechenlands. In Deutschland erreichen diese Produkte nur Platz fünf der Exportgüter (4,2 Prozent).

Maschinen und Fahrzeuge

Maschinen und Fahrzeuge machen in Deutschland mit 47,6 Prozent fast die Hälfte aller Exporte aus. In Griechenland sind es 13,9 Prozent und damit Platz vier im Landesvergleich.

Chemische Erzeugnisse

Mit 10 Prozent sind chemische Erzeugnisse die Produktgruppe, die Griechenland am fünfhäufigsten exportiert. In Deutschland landen sie mit 15,3 Prozent auf Platz zwei.

Gesamtexport

Insgesamt exportiert Griechenland Güter im Wert von 22,5 Milliarden Euro. Deutschland erreicht ein Exportvolumen von 1060 Milliarden Euro.

Nach einem Treffen von Koalitionspolitikern mit dem Finanzminister hätte die Regierung auch den Verkauf der Wettfirma OPAP, des alten Athener Flughafens sowie von Gebäuden in Athen, auf Korfu und Rhodos auf die Agenda gesetzt.

Die unter dem Druck der internationalen Geldgeber angegangen Privatisierungen sind bislang kaum vorangekommen. Der Chef der zuständigen Behörde, Kostas Mitropoulos, sah sich von der Regierung blockiert und gab im Juli frustriert auf. Nach seiner Einschätzung dürften in diesem Jahr nicht mehr als 300 Millionen Euro Einnahmen zusammenkommen. Angestrebt waren drei Milliarden.

Von

rtr

Kommentare (15)

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Inverstor

07.08.2012, 02:44 Uhr

...und was ist mit OTE und OSE ? An die Börse damit.

Rechner

07.08.2012, 04:25 Uhr

Die Verkäufe sind verfrüht.

Denn die mangelnde Rechtssicherheit in der griechischen Kleptokratie senken natürlich den Wert solcher assets für Investoren erheblich.

Aber, daran wird sich nichts ändern. Samaras, Venizelos & Co. sind Teil des Systems.

-----------

Hier ist der IWF vollkommen unrealistisch.

Account gelöscht!

07.08.2012, 06:08 Uhr

Die erzielten Preise sind zweitrangig. Es geht darum, in die Beamtenbunden Staatsbetriebe Schwung hineinzubekommen, so dass dort kräftige Gewinne erwirtschaftet werden und folglich Besteuerungsquellen entstehen.

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