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08.08.2011

15:10 Uhr

Laut Zeitungsberichten

USA raten Saleh von Rückkehr in den Jemen ab

Die Regierung der USA haben laut Presseberichten dem jemenitischen Präsidenten Saleh von einer Rückkehr in den Jemen abgeraten. Jemenitische Regierungsvertreter dementierten die arabischen Zeitungsberichte umgehend.

Der jemenitische Präsident Ali Abdullah Saleh. Quelle: dapd

Der jemenitische Präsident Ali Abdullah Saleh.

DubaiDie USA haben dem jemenitischen Präsidenten Ali Abdullah Saleh einem Zeitungsbericht zufolge von einer Rückkehr in sein Heimatland abgeraten. Die Regierung in Washington habe Saleh während seines Krankenhausaufenthalts in Saudi-Arabien davon überzeugen können, nach seiner Genesung nicht mehr in den Jemen zurückzukehren, berichtete die in London ansässige arabische Zeitung „Asharq al-Awsat“ unter Berufung auf US-Regierungskreise. Saleh wolle zudem nicht das Schicksal des gestürzten ägyptischen Präsidenten Husni Mubarak teilen, der sich seit vor einem Gericht in Kairo wegen Amtsmissbrauchs und Mordes verantworten muss.

Der US-Botschafter im Jemen, Gerald Feierstein, habe dem Außenministerium in Washington empfohlen, Saleh nichtöffentlich von einer Rückkehr abzuhalten, weil er ein „Sturkopf“ sei und „nicht gerne in eine Ecke gedrängt“ werde, berichtete das Blatt weiter. Von der US-Vertretung in Sanaa war keine Stellungnahme zu erhalten. Jementische Regierungsvertreter dementierten den Bericht und erklärten, Saleh werde so bald wie möglich in den Jemen zurückkehren.

Der 69-jährige Saleh war am Wochenende aus einem Krankenhaus in Riad entlassen worden, wo er sich seit einem Attentatsversuch im Juni in Behandlung befand. Wie in zahlreichen anderen arabischen Ländern demonstrieren auch im Jemen seit nunmehr sieben Monaten Tausende Menschen für mehr Demokratie und Reformen. Der seit 33 Jahren regierende Saleh hat einen Rücktritt bislang abgelehnt. Vermittlungsversuche der USA und Saudi-Arabiens für eine schrittweise Öffnung des politischen Systems blieben bislang ohne Ergebnisse.

Die Zeitung berichtete weiter, Saudi-Arabien bestehe darauf, dass Saleh den Friedensplan unterzeichne, wenn er in dem ölreichen Nachbarland dauerhaft im Asyl bleiben wolle. Der Plan, der einen Rücktritt von Saleh innerhalb von 30 Tagen und Wahlen innerhalb von 60 Tagen vorsieht, solle nun dahingehend verändert werden, dass Saleh und seine Familie mehr Schutz vor einer Strafverfolgung eingeräumt werde, berichtete das Blatt weiter.

Von

rtr

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