Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

18.08.2014

20:17 Uhr

Lebensmittel-Importe

Russland setzt auf seine Nachbarstaaten

Russland reagiert auf steigende Preise: Nahrungsmittel aus dem Westen dürfen weiterhin nicht importiert werden – künftig aber Lebensmittel aus Weißrussland und Kasachstan, die aus westlichen Rohstoffen gefertigt wurden.

Für ein Jahr sind Importe aus westlichen Staaten verboten – zuvor war der russische Bedarf an Lebensmitteln gut zur Hälfte aus Einfuhren gedeckt worden. dpa

Für ein Jahr sind Importe aus westlichen Staaten verboten – zuvor war der russische Bedarf an Lebensmitteln gut zur Hälfte aus Einfuhren gedeckt worden.

MoskauNach Verhängung eines Importverbots von Nahrungsmitteln aus dem Westen bemüht sich Russland um alternative Lieferwege. Künftig dürften aus Weißrussland und Kasachstan Lebensmittel eingeführt werden, die dort aus westlichen Rohstoffen gefertigt wurden, sagte Vize-Ministerpräsident Arkadi Dworkowitsch russischen Nachrichtenagenturen zufolge am Montag.

Einige Produkte, die bisher direkt nach Russland geliefert wurden, würden nun erst in den Nachbarstaaten verarbeitet. Weißrussland und Kasachstan könnten also von der gegenwärtigen Situation profitieren, sagte der Politiker. Die Regierung in Moskau hat als Reaktion auf Sanktionen des Westens im Ukraine-Konflikt ein Einfuhrverbot für diverse Produkte verhängt, hat aber nun mit einem Anstieg der Lebensmittelpreise zu kämpfen.

Seit dem 7. August sind für ein Jahr Importe von Fleisch, Fisch, Milchprodukten, Obst und Gemüse aus den USA, der EU, Kanada, Australien und Norwegen verboten. Zuvor war der russische Bedarf an Lebensmitteln wie Fisch, Milch, Rindfleisch und Käse zu rund 50 Prozent aus Einfuhren gedeckt worden.

Putins Sanktionen: Reiche Russen müssen Verzicht lernen

Putins Sanktionen

Reiche Russen müssen Verzicht lernen

Nobelrestaurants in Moskau sind in Sorge. Wegen der Sanktionen können sie ihren verwöhnten Kunden bald viele erlesene Speisen nicht mehr anbieten. Stattdessen kommt wohl Hausmannskost auf den Tisch.

Ministerpräsident Dmitri Medwedew sagte am Montag, er hoffe, das Einfuhrverbot werde nicht allzu lange bestehen bleiben. Mit Kasachstan und Weißrussland hatte die Moskauer Regierung unlängst eine Zollunion geschlossen, die den Handel zwischen den Nachbarstaaten ankurbeln soll.

Von

rtr

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×