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26.06.2011

10:58 Uhr

Lebensmittelkrise

Welternährungsorganisation bekommt neuen Chef

Mehr als 900 Millionen Menschen leiden weltweit unter Mangelernährung. Auf den neuen Direktor der Welternährungsorganisation warten große Aufgaben - gleich sechs Kandidaten bewerben sich heute um das Spitzenamt.

Kampf ums Essen: Fast eine Milliarde Menschen auf der Welt leiden Hunger. Quelle: dpa

Kampf ums Essen: Fast eine Milliarde Menschen auf der Welt leiden Hunger.

RomDie Welternährungsorganisation (FAO) bekommt zum ersten Mail seit fast zwei Jahrzehnten einen neuen Leiter. Um die Nachfolge des Senegalesen Jacques Diouf, der die FAO seit 1993 leitete, bewerben sich am Sonntag sechs Kandidaten. Als Favoriten für das Amt des Generaldirektors gelten der Brasilianer Jose Graziano und der Spanier Miguel Angelo Moratinos.

Graziano war unter dem damaligen brasilianischen Präsidenten Luis Inácio Lula da Silva Minister für Ernährungssicherheit und arbeitete zuletzt schon als FAO-Vertreter in Rom. Der Diplomat Moratinos war EU-Sondergesandter für den Nahen Osten und bis 2010 spanischer Außenminister.

Im Gegensatz zu seinem Vorgänger kann der neue Generaldirektor nur noch ein weiteres Mal für vier Jahre gewählt werden. Diouf wurde drei Mal für jeweils sechs Jahre gewählt. Zu den größten Herausforderungen des neuen FAO-Chefs gehören die weltweit steigenden Nahrungsmittelpreise.

So zählte die FAO allein 2009 deutlich mehr als eine Milliarde hungernder Menschen. Zwar ging die Zahl der Unterernährten im vergangenen Jahr laut FAO-Schätzungen auf 925 Millionen zurück. Doch die neuen Preisschübe drohen den Fortschritt wieder zunichte zu machen. "Angesichts dessen, dass alle sechs Sekunden ein Kind an den Folgen von Unterernährung stirbt, bleibt Hunger weiterhin die größte Tragödie weltweit", kommentiert Jacques Diouf die Situation.

Von

dapd

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