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24.03.2016

17:35 Uhr

Lee Bo

Verschwundener Hongkonger Verleger aus China zurückgekehrt

Seit Monaten wurde der Hongkonger Verleger Lee Bo vermisst – bis er in China wieder auftauchte. Nun ist er in seine Heimat zurückgekehrt und versicherte: Er habe freiwillig mit den chinesischen Behörden kooperiert.

Mit einer Vermisstenanzeige protestierten Hongkonger für die Freilassung des Verlegers. AFP; Files; Francois Guillot

Unterstützer demonstrierten

Mit einer Vermisstenanzeige protestierten Hongkonger für die Freilassung des Verlegers.

HongkongDer monatelang vermisste Hongkonger Verleger Lee Bo ist aus China zurückgekehrt. Wie die Hongkonger Behörden am Donnerstag mitteilten, wurde Lee bei seiner Rückkehr zu den Geschehnissen der vergangenen Monate befragt. Lee war Ende Dezember unter ungeklärten Umständen aus Hongkong verschwunden und später dann in China aufgetaucht.

Sein Verschwinden und das anderer Verlagsmitarbeiter hatte große Besorgnis wegen einer zunehmenden Einmischung Chinas in Hongkong ausgelöst. Die Betroffenen arbeiteten für den chinakritischen Verlag Mighty Current, der ein Buch über eine ehemalige Geliebte des chinesischen Präsidenten Xi Jinping plante.

Ende Februar trat Lee, der die britische Staatsbürgerschaft hat, erstmals im Fernsehen auf und versicherte, er sei freiwillig nach China gegangen und nicht entführt worden. Er sei nach China gegangen, um dort bei Ermittlungen der Justiz zu kooperieren. Seine britische Staatsbürgerschaft wolle er abgeben. Die Hintergründe dieser Äußerungen, die der in Hongkong ansässige Privatsenders Phoenix ausstrahlte, blieben unklar.

Peking hat der ehemaligen britischen Kronkolonie Hongkong noch bis zum Jahr 2047 einen Sonderstatus nach dem Prinzip „Ein Land, zwei Systeme“ garantiert. Chinesische Sicherheitskräfte haben gemäß bestehender Übereinkommen nicht das Recht, in Hongkong zu agieren.

Von

afp

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