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11.11.2011

08:10 Uhr

„Letzter Ausweg“

USA warnen vor Angriff auf den Iran

Vor den unabsehbaren Konsequenzen eines Angriffs auf den Iran warnt der US-Verteidigungsminister Leon Panetta. Eine Bombardierung sei nur der letzte Ausweg und verzögere das Nuklearprogramm höchstens um drei Jahre.

US-Verteidigungsminister Panetta (l.) und General Dempsey AFP

US-Verteidigungsminister Panetta (l.) und General Dempsey

WashingtonUS-Verteidigungsminister Leon Panetta hat vor den „unbeabsichtigten Konsequenzen“ eines Angriffs auf die iranischen Atomanlagen gewarnt. Panetta sagte vor Journalisten in Washington, ein militärisches Vorgehen könne gravierende Auswirkungen auf die Region und auf die in dem Gebiet stationierten US-Soldaten haben. Eine Bombardierung der iranischen Atomanlagen verzögere das Nuklearprogramm Teherans höchstens um drei Jahre, meinte Panetta. Ein militärisches Vorgehen gegen Teheran sollte nur der letzte Ausweg sein.

Der Pentagonchef forderte einen stärkeren wirtschaftlichen und diplomatischen Druck auf den Iran. Die USA diskutierten mit ihren Verbündeten wegen des jüngsten Iran-Berichts der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA zusätzliche Sanktionen. Immer wieder hätten die USA klargemacht, dass es für sie „unannehmbar“ sei, dass der Iran Atomwaffen entwickle.

Der Iran drohte dem Westen im Falle eines Angriffs mit Vergeltungsschlägen. Mit „voller Kraft“ und „eiserner Faust“ werde sich sein Land verteidigen, kündigte Religionsführer Ajatollah Ali Chamenei am Donnerstag in einer vom Staatsfernsehen übertragenen Rede an.

Die IAEA in Wien hatte am Dienstag einen alarmierenden Bericht veröffentlicht. Darin dokumentieren die Atomwächter deutliche Hinweise auf ein geheimes Atomwaffenprogramm. Demnach hat der Iran unter anderem Sprengkapseln getestet, die für eine Atombombe geeignet wären. Außerdem seien Raketen für Atomsprengsätze vorbereitet worden.

Während Israel, die USA, Frankreich und Deutschland als Konsequenz aus dem Bericht schärfere Strafmaßnahmen forderten, lehnte die UN-Veto-Macht China am Donnerstag neue Sanktionen ab. „Wir glauben wie bisher, dass Dialog und Zusammenarbeit die einzigen zielführenden Wege sind, um die Frage des iranischen Atomprogramms richtig zu lösen. Druck und Sanktionen können den Kern des Problems nicht lösen“, sagte der Sprecher des chinesischen Außenministeriums Hong Lei am Donnerstag. Zuvor hatte sich Russland ebenfalls gegen weitere Strafen ausgesprochen.

Von

dpa

Kommentare (11)

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11.11.2011, 08:44 Uhr

Erster Schritt zur Loesung des Problems waere, dass die Amerikaner Israel die Atomwaffen abnimmt und Israel zu einer Nuk-freien Zone wird. Ohne dies - wird der Bedrohungszusatand durch Israel unhaltbar. Zweitens - die USA sollte sich nicht hinter Israel verstecken und diese Nation als Handlungshelfer einsetzen!Es waere ein Krieg, den niemand gewinnen kann - und 2012 wuerde Wirklichkeit!

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11.11.2011, 09:02 Uhr

Israel hätte ohne Atomwaffen ein gewaltiges Problem, eingerahmt von lauter Feinden.

Immerhin kann Israel mit Atomwaffen verantwortungsvoll umgehen (sie nicht benutzen); beim Iran bin ich mir nicht so sicher.

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11.11.2011, 09:21 Uhr

Obwohl ich generell nicht auf religiösen Fundamentalismus stehe, ziehe ich den israelischen dem iranischen weit vor. Was man so von Mahmud Ahmadinedschad mitbekommt... ich weiss nicht, wie man diesen Mann gutheissen kann.

Natürlich geht es (auch) um Öl. Das ist aber irrelevant, wenn es um den Besitz von Atomwaffen geht. Auf einen Nahost-Hitler namens Ahmadinedschad verzichte ich gern.

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