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02.05.2014

15:55 Uhr

Letzter Kontrollbesuch

Portugal kann Euro-Rettungsschirm verlassen

Nach dem zwölften und vorerst letzten Besuch seiner Geldgeber kann Portugal aufatmen. In zwei Wochen wird das Krisenland den Euro-Rettungsschirm verlassen können. Insgesamt 78 Milliarden Euro an Hilfen sind geflossen.

Portugals Flagge: Zur noch offenen Frage, ob die konservative Regierung von Ministerpräsident Pedro Passos Coelho sich für einen „sauberen Ausstieg“ aus dem Hilfsprogramm oder einen Überbrückungskredit entscheiden wird. ap

Portugals Flagge: Zur noch offenen Frage, ob die konservative Regierung von Ministerpräsident Pedro Passos Coelho sich für einen „sauberen Ausstieg“ aus dem Hilfsprogramm oder einen Überbrückungskredit entscheiden wird.

LissabonPortugal hat zwei Wochen vor dem Verlassen des Euro-Rettungsschirms auch den letzten Kontrollbesuch der Geldgeber bestanden. Die Vertreter der sogenannten Troika aus Europäischer Union (EU), Europäischer Zentralbank (EZB) und Internationalem Währungsfonds (IWF) hätten die Sanierungsbemühungen des Landes erneut abgesegnet, erklärte am Freitag in Lissabon der stellvertretende Ministerpräsident Paulo Portas.

„Der zwölfte und letzte Evaluierungsbesuch ist nun zu Ende gegangen und wurde gut bestanden. Das bedeutet, dass der Abschluss des (Hilfs-)Programms auf gutem Wege ist“, sagte Portas. Portugal stehe kurz davor, „jenes Stück Souveränität, das dem Land seit Beginn der Rettung im Mai 2011 fehlt, zurückzugewinnen.“

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Zur noch offenen Frage, ob die konservative Regierung von Ministerpräsident Pedro Passos Coelho sich für einen „sauberen Ausstieg“ aus dem Hilfsprogramm oder einen Überbrückungskredit entscheiden wird, sagte Portas, das solle am Sonntagabend auf einer außerordentlichen Kabinettssitzung entschieden werden.

Das ärmste Land Westeuropas war 2011 von der EU und IWF mit einem 78 Milliarden Euro schweren Hilfspaket vor der Staatspleite bewahrt worden. Ab dem 17. Mai soll das Land finanziell wieder auf eigenen Beinen stehen.

Von

dpa

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