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03.05.2017

23:52 Uhr

Letztes TV-Duell

Le Pen und Macron liefern sich harten Schlagabtausch

Vier Tage vor der französischen Präsidentenwahl lieferten sich Macron und Le Pen ein letztes TV-Duell. Der parteilose Linksliberale und die Kandidatin des rechtsextremen Front National kämpften um die Unentschlossenen.

Letztes TV-Duell vor dem Finale der französischen Präsidentenwahl: Die Rechtspopulistin und Kandidatin der Front National, Marine Le Pen, und ihr sozialliberaler Gegner Emmanuel Macron stehen zu Beginn einer Live-Debatte in Plaine-Saint-Denis, nördlich von Paris zusammen. dpa

Präsidentenwahl in Frankreich

Letztes TV-Duell vor dem Finale der französischen Präsidentenwahl: Die Rechtspopulistin und Kandidatin der Front National, Marine Le Pen, und ihr sozialliberaler Gegner Emmanuel Macron stehen zu Beginn einer Live-Debatte in Plaine-Saint-Denis, nördlich von Paris zusammen.

ParisWenige Tage vor der Stichwahl um das französische Präsidentenamt haben sich der links-liberale Favorit Emmanuel Macron und seine rechtsextreme Rivalin Marine Le Pen einen letzten offen Schlagabtausch geliefert.

In dem live übertragenen TV-Duell vor der Wahl am Sonntag überzogen sich beide am Mittwochabend mit Vorwürfen, den Franzosen weder in der Wirtschafts- noch in der Sicherheitspolitik Antworten anzubieten. Le Pen nannte Macron einen "hämischen Banker", der für "wilde Globalisierung" stehe. Der unabhängige Macron konterte, Le Pen würde die Gesellschaft spalten und damit radikalen Islamisten auf den Leim gehen.

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Viele Anleger bereiten sich darauf vor, dass Emmanuel Macron neuer französischer Präsident wird. Doch auch Investoren, die sich immer noch vor einem überraschenden Triumph Le Pens fürchten, können sich rüsten.

Wegen der hohen Zahl noch unentschlossener Wähler galt das TV-Duell als mitentscheidend für den Wahlausgang. Wahlforscher gingen davon aus, dass sich rund 15 Prozent der 47 Millionen Wahlberechtigten noch nicht entschieden hatten, wem sie ihre Stimme geben. Vor dem TV-Duell sahen mehrere Institute Macron mit etwa 60 Prozent der Stimmen klar vorn, Le Pen kam auf 40 Prozent.

Die zur besten Sendezeit übertragene TV-Debatte eröffnete Le Pen mit einem harten Angriff auf den Ex-Wirtschaftsminister, der früher für die Investmentbank Rothschild gearbeitet hatte.

Sie warf ihm vor, in seiner Amtszeit unter dem scheidenden sozialistischen Präsidenten Francois Hollande französische Unternehmen ans Ausland verscherbelt zu haben. Macron sei ein "hämischer Banker", der für "soziale Brutalität" stehe. Sie selbst sei die "Kandidatin des Volkes".

Macron wies die Anschuldigungen zurück und warf Le Pen seinerseits vor, keine tauglichen Vorschläge zu machen, wie die Arbeitslosigkeit verringert werden könne: "Sie erzählen Unsinn." Auch in der Sozialpolitik habe sie nicht zu bieten. So kosteten alleine ihre Rentenpläne 30 Milliarden Euro: "Das ist nicht zu finanzieren."

Le Pen zeige außerdem, dass sie nicht gerade "die Kandidatin des Feingeistes" sei. Sie trage nicht nur den Namen ihres Vaters, des umstrittenen Gründers des Front National, Jean-Marie Le Pen, sondern habe diesen auch politisch beerbt.

Kommentare (3)

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Herr Günther Schemutat

04.05.2017, 09:01 Uhr

Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

Frau Margrit Steer

04.05.2017, 11:37 Uhr

Herr Schermutat
ich kann Ihnen nur zustimmen,
Im übrigen fand ich macron sehr arrogant

Frau Lana Ebsel

04.05.2017, 12:55 Uhr

Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

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