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14.09.2012

18:59 Uhr

Libanon-Reise

Papst fordert Ende der Waffenlieferungen an Syrien

Überschattet wird der Beginn der dreitägigen Libanon-Reise von Papst Benedikt XVI. nicht nur von dem syrischen Bürgerkrieg sondern auch von den gewaltsamen Protesten in Libyen, Ägypten und anderen muslimisch geprägten Ländern.

Libanons Präsident Michel Suleiman begrüßt Papst Benedikt XVI. bei seiner Ankunft in Beirut. Reuters

Libanons Präsident Michel Suleiman begrüßt Papst Benedikt XVI. bei seiner Ankunft in Beirut.

Beirut Papst Benedikt XVI. hat zum Auftakt seiner Libanon-Reise ein Ende der Waffenlieferungen an das benachbarte Bürgerkriegsland Syrien gefordert. „Ohne dies lässt sich der Krieg nicht beenden. Statt Waffen braucht das Land Kreativität und Ideen für den Frieden“, sagte das Oberhaupt der katholischen Kirche am Freitag zum Beginn seiner dreitägigen Reise in die Krisenregion.

Damit unterstrich der Papst seine Friedensbotschaft. Erste Station seines Besuchs ist der Wallfahrtsort Harissa, etwa 30 Kilometer nordöstlich der Hauptstadt Beirut. Am Abend unterschrieb Benedikt feierlich das Nahost-Dokument zur schwierigen Lage der Christen in der Region und der angestrebten engeren Zusammenarbeit der Religionen. Das Schlussdokument der Nahost-Bischofssynode von vor zwei Jahren ist offizieller Anlass der Reise.

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Die meisten Waffen der militanten Gegner von Präsident Baschar al-Assad stammen aus Beständen der syrischen Armee. Vereinzelt erhielten die Oppositionskräfte auch Schusswaffen und Panzerfäuste aus dem Ausland, finanziert von Exil-Syrern und Sympathisanten in den arabischen Golfstaaten. Das syrische Regime bezieht seine Rüstungsgüter vor allem aus Russland.

Der Papst sagte bei seiner Ankunft in Beirut: „Ich komme symbolisch als Pilger des Friedens für alle Länder in Nahost und als Freund all ihrer Bewohner, wo immer sie herkommen und was immer sie glauben.“ Bereits im Vorfeld hatte der Papst die bedrängten Christen in den überwiegend muslimischen Ländern des Nahen Ostens zum Bleiben aufgerufen. Denn ihr Bemühen um Dialog und Versöhnung sei wichtig für den Frieden.

Kommentare (3)

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kmhot

15.09.2012, 00:13 Uhr

Die waffen kommen nicht nur von Exilsyrern.Die amerikanischen Gangster, Saudiarabien Bahrein und andere finanzieren diese anti Assad- Terroristen.Da das Land in verschiedene Muslim-Sekten gespalten ist, ist es fuer diese Art von Konflikt anfaellig, besonders, wenn er vom Ausland unterstuetzt wird.Der Papst kann kaum mehr als schoene Kommentare machen, wie es bei der katholischen Kirche ueblich ist.Die amerikanischen Gangster wollen ueber Assad hauptsaechlich den Iran schwaechen. Und Saudiarabien fuerchtet eine Anti-Sunni Bewegung die vom Iran gesteuert werden koennte.

HolgerLippert

15.09.2012, 07:55 Uhr

...wie so oft bei Kommentaren -, kein Wort über Assad: War es nicht Assad, der vor eineinhalb Jahren zuerst prügeln, dann schießen und foltern ließ? Was ist mit den ''russischen Gangstern'', von denen Assad sein Fluggerät bezieht, mit dem er seine Bevölkerung dezimiert?Was haben Annan, Brahimi und jetzt auch der Papst im -wohlgemerkt: von Assad entfesselten Inferno- anderes zu tun, als ihre Stimme für die Opfer zu erheben? Ist auch nur einem der Opfer mit der Anti-USA-Litanei geholfen? - Holger Lippert

ulrich1947

15.09.2012, 09:52 Uhr

hallo holger nett ihre weisheiten,sie waren bestimmt vor ort bei den demos,oder?haben sie ihre weisheiten aus der deutschen presse entnommen?dann herzlichen glueckwunsch. falls sie lust und ein wenig willen auf neutralitaet haben--googlen sie mal ,alles schall und rauch.

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