Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

15.03.2011

10:30 Uhr

Libyen

Bundesregierung bleibt beim Flugverbot kritisch

Die libyschen Rebellen hoffen im Kampf gegen Gaddafi weiterhin auf Hilfe von Außen. Guido Westerwelle ist weiterhin zurückhaltend, während Frankreich auf schnelle Entscheidungen pocht.

Außenminister Westerwelle warnt vor schnellen Eingriffen in Libyen. Auch ein Flugverbot sei ein militärischer Eingriff. Quelle: dapd

Außenminister Westerwelle warnt vor schnellen Eingriffen in Libyen. Auch ein Flugverbot sei ein militärischer Eingriff.

Paris Die Bundesregierung sieht die Einrichtung einer Flugverbotszone über Libyen weiter skeptisch. Bei einer Flugverbotszone handele sich um eine militärische Intervention, sagte Außenminister Guido Westerwelle am Montagabend in Paris nach einem Treffen mit seinen Kollegen der G8-Nationen.

Er sprach sich dafür aus, dass sich der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen schnellstmöglich mit dem Thema befasst. Frankreich dagegen dringt auf eine schnelle Einrichtung einer Flugverbotszone.

Hintergrund sind die Kämpfe zwischen Truppen des libyschen Machthabers Muammar Gaddafi und Aufständischen. Auch mit Kampfjets wurden die Rebellen innerhalb einer Woche zurückgedrängt. Sollte eine Flugverbotszone eingerichtet werden, könnten Gaddafis Truppen bereits gesiegt haben.

Von

rtr

Kommentare (2)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

primavera45

15.03.2011, 13:28 Uhr

Westerwelle? . . G 8? . . UN? . . . kaum noch auszuhalten!

Politiker wie Herr Westerwelle, die trotz genauer Kenntnisse über die massiven Verbrechen Gaddafis, eine Flugverbotszone zum Schutz der verzweifelt nach Hilfe schreienden Bevölkerung (incl.des nie dagewesenen Hilferufs der Arabische Liga) mit peinlichen Ausreden ablehnen, machen sich in meinen Augen . . . . . . . . . , M I T S C H U L D I G am Völkermord in Libyen !!!

ich halte eine Zustimmung und Durchsetzung einer flugverbotszone NICHT für einen Angriffskrieg gegen Libyen, sondern für eine "dringend notwendige humanitäre Hilfe" mit militärischen Mitteln

Menschen die an einem Unfall vorbei fahren, oder bei einem Überfall auf eine Person vorbeilaufen, ohne helfend Einzuschreiten werden meist anzeigt wegen "UNTERLASSENER HILFELEISTUNG" . . . aber Deutschland unter Westerwelle darf das?

ich werde diese Regierung gewiss nicht nocheinmal wählen. Durch diese unerträgliche, fatale und gleichgültige Haltung des Herrn Westerwelles und Frau Merkels zum Morden in Libyen, bin ich für die Deutsche Position zu diesem Thema zu tiefst beschämt . .

. . nun können wir uns mit Gaddafi gemeinsam geschickt hinter den schrecklichen Geschehnissen in Japan verstecken . . . .

Was wäre nur aus unserem inzwischen so prima aufgeblühten Land, ohne die Engländer, Amerikaner, Franzosen usw. geworden, wenn Hitler von Ihnen nicht gestoppt worden wäre? . . .

. . . Herr Westerwelle, haben sie es in Ihrem und unserem derzeitigen Wohlstand etwa schon vergessen? . . und wie es ist, wenn Menschen und Familien "hilflos" solch bösen, mordenden Mächten ausgesetz sind?

Mein tiefes Mitgefühl gilt den Fieden und Freiheit suchenden mutigen jungen Libyern!


TasseimSchrank

15.03.2011, 15:27 Uhr

Guido der Unerträgliche hat ein klares Signal an die Despoten des Nahen Ostens ausgesandt: Wenn ihr so dumm seid, nicht auf euer Volk zu schießen wie in Ägypten, dann verliert ihr eure Macht. Wenn ihr euer Volk mit Kanonen und Bomben zusammenkartätscht, dann bleibt ihr an der Macht und habt vom Westen nichts zu befürchten. Amen

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×