Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

09.10.2015

03:18 Uhr

Libyen

Einigung über nationale Einheitsregierung

Nach langen erfolglosen Verhandlungen hat Libyen eine Einheitsregierung. Neuer Regierungschef soll Fajes Sarradsch werden. Uno-Sondervermittler Leon zeigt vorsichtige Hoffnung auf ein Ende des politischen Chaos im Land.

Der Uno-Sondervermittler für Libyen, Bernardino León, gab bekannt, dass sich die Parteien auf eine Regierung geeinigt haben. ap

Bernardino Leon

Der Uno-Sondervermittler für Libyen, Bernardino León, gab bekannt, dass sich die Parteien auf eine Regierung geeinigt haben.

SkhiratNach monatelang festgefahrenen Verhandlungen haben sich die beiden rivalisierenden Regierungen Libyens auf eine Einheitsregierung geeinigt. Das gab der zuständige Uno-Sondervermittler für das Land, Bernardino León, am Donnerstag nach Gesprächen im marokkanischen Skhirat bekannt.

León zufolge konnten sich die beiden Konfliktparteien auf die Namen der Kandidaten für die Einheitsregierung einigen. „Wir glauben, diese Liste kann funktionieren“, sagte León. Neuer Regierungschef werde Fajes Sarradsch. Laut libyschen Medien ist der 55-Jährige gelernter Architekt und Abgeordneter des international anerkannten Parlaments in Tobruk. Als einen der Stellvertreter nannte UN-Vermittler León den ehemaligen Kurzzeitregierungschef Ahmed Maitieg aus Misrata.

Die internationale Gemeinschaft drängt die libyschen Konfliktparteien, die neue Regierung bis zum 20. Oktober zu bilden. Dann läuft das Mandat des Parlaments in Tobruk ab. Jetzt müssen die Fraktionen in Libyen selbst den Kandidaten noch zustimmen. In der Vergangenheit stießen die Vorschläge der Verhandlungsrunde jedoch auch auf Widerstand in dem Bürgerkriegsland.

Abdullah al-Thinni: Libyens Regierungschef tritt zurück

Abdullah al-Thinni

Libyens Regierungschef tritt zurück

Seit Gaddafis Sturz kommt Libyen nicht zur Ruhe. Zwei Parlamente konkurrieren, Extremisten schüren das Chaos im Land. Nun tritt der Chef der international anerkannten Regierung zurück - ohne Begründung.

Die Bekanntgabe ist ein Schritt vorwärts bei dem Versuch, das ölreiche, aber von politischem Chaos und Unruhen gebeutelte Land wieder zu einen. Bislang standen sich eine islamistische Regierung in Tripolis und eine international anerkannte Regierung im ostlibyschen Tobruk gegenüber.

Von

ap

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×