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22.08.2011

10:25 Uhr

Libyen

Gaddafi-Regime steht vor dem Untergang

Libyens Regime bricht zusammen: Die Rebellen kontrollieren die Hauptstadt, seine Söhne sind gefangen - doch wo der Diktator ist, weiß niemand. Deutschland deutet bereits Hilfe beim politischen Wiederaufbau an.

Rebellen: Haben Tripolis erobert

Video: Rebellen: Haben Tripolis erobert

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Doha/Tripolis/Washington/DüsseldorfNoch liefern sich in der libyschen Hauptstadt Tripolis Soldaten und Rebellen in der Nähe des Gebäudekomplexes von Staatschef Muammar Gaddafi heftige Gefechte. Doch Rebellensprecher Mohammed Abdel Rahman erklärte, Panzer seien am Montag von dem Gelände gefahren und hätten geschossen.

In der Nacht waren die Kämpfer in der libyschen Hauptstadt Tripolis eingerückt. Nach 42 Jahren feiert Libyen das Ende des Regimes von Muammar al-Gaddafi. In der Hauptstadt Tripolis bejubelten Tausende den Sieg der Aufständischen. In der Rebellenhochburg Bengasi und anderen Städten wurden Feuerwerkskörper gezündet und Freudenschüssen abgefeuert. „Wir gratulieren dem libyschen Volk zum Sturz von Muammar al-Gaddafi und rufen das libysche Volk auf, auf die Straßen zu gehen und das öffentliche Eigentum zu beschützen. Lang lebe das freie Libyen“, heißt es in einer am Morgen verbreiteten Erklärung des Übergangsrates, berichtete die „New York Times“ auf ihrer Website.  

Am frühen Montagmorgen war Tripolis nach Angaben der Rebellen bis auf wenige Widerstandsnester vollständig in der Hand der Regimegegner. Die Aufständischen hatten Tripolis nach sechsmonatigen Kämpfen gegen Gaddafis Truppen am Sonntag erreicht. AP-Reporter, die sie begleiteten, berichteten, die Rebellen seien auf ihrem Vormarsch von den westlichen Randbezirken der Hauptstadt auf keinen nennenswerten Widerstand gestoßen.

Der Anführer von Gaddafis Leibgarde habe die Soldaten angewiesen, die Waffen niederzulegen, erklärte der Informationsminister der Rebellen, Mahmud Schammam. Zwei Söhne des Despoten wurden festgenommen, ein dritter unter Hausarrest gestellt. Über den Aufenthaltsort von Gaddafi selbst lagen zunächst keine Informationen vor. Ein Vertreter des Übergangsrates sagte, er „glaube nicht, dass Gaddafi noch in Tripolis“ sei.  

Am frühen Montagmorgen brachten die Rebellen auch den Grünen Platz im Herzen von Tripolis unter ihre Kontrolle. Fernsehsender zeigten Hunderte von Menschen, die auf dem Platz in der Nähe des Anwesens von Gaddafi feierten und Freudenschüsse abgaben. Andere schossen auf Riesenposter mit dem Konterfei von Gaddafi. Laut Al-Dschasira kündigte die Rebellen an, den Platz wieder in „Platz der Märtyrer“ umzubenennen.  

Viele Soldaten Gaddafis seien gefangen genommen worden, hieß es. Andere würden immer noch Widerstand leisten. Gaddafis Regierungssprecher Mussa Ibrahim sagte am Sonntagabend, in Tripolis habe es seit dem Mittag mindestens 1300 Tote gegeben.

Al-Dschasira zeigte Bilder, wie jubelnde Menschen die Aufständischen auf den Straßen von Tripolis begrüßten, tanzten und Freudenschüsse abgaben. Viele skandierten „Allah ist mächtig“ oder „Tripolis wird frei sein“. Auch aus anderen Städten des Landes wurden Freudenfeiern gemeldet. In der Rebellenhochburg Bengasi versammelte sich eine riesige Menschenmenge zu einem Freudenfest.

Kommentare (27)

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22.08.2011, 07:47 Uhr

Nach der Enthaltung im UN Sicherheitsrat welcher nicht zur Befreiung vom Terror Regime beigetragen hat sind deutsche Soldaten in Libyen unerwünscht. Aufgabe wurde von den Kern Staaten der Nato ohne Deutschland ausgeführt.

Account gelöscht!

22.08.2011, 08:28 Uhr

Merkel und Westerwelle hätten zugesehen wie der Irre Gadafi die Bevölkerung abschlachtet um ein paar Prozente Wählerstimmen abzugreifen. Was für ein widerwertiges Kalkül, ich bin angewider. Diese charakterlosen Feiglinge an der Spitze Deutschlands müssen so schnell wie möglich weg. Die können das nicht!

Adenauer

22.08.2011, 08:45 Uhr

"Befreiung", es geht doch nur um den freien Zugriff der westlichen Ölkonzerne auf die Quellen. Für die "Befreiung" werden jetzt die Rechnungen gestellt. Gut, dass wir Deutsche weder im Irak noch in Libyen zu den Aggressoren gehören.

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