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15.04.2011

18:19 Uhr

Libyen-Gipfel der Nato

Der Westen muss sich auf einen langen Krieg einstellen

Obama, Sarkozy und Cameron kündigen Gaddafi in einem Zeitungsartikel einen langen Krieg an - und stimmen den Westen auf einen Dauerkonflikt ein. Der Oberst kämpft weiter mit bizarren Auftritten gegen seinen Untergang.

F-15-Kampfjet der US Air Force: Der Westen muss sich auf einen längeren Konflikt in Libyen einstellen. Quelle: dpa

F-15-Kampfjet der US Air Force: Der Westen muss sich auf einen längeren Konflikt in Libyen einstellen.

Berlin/Tripolis/LondonIm Libyen-Konflikt herrscht ein umfassendes Patt: Die Front zwischen Gaddafis Truppen und den Rebellen bei Adjdabija bewegt sich seit Tagen nicht mehr. Genauso verhärtet sind die Konfliktlinien zwischen Frankreich und Großbritannien und den anderen Natopartnern, die eine Ausweitung der Luftangriffe auf Libyen nicht mittragen wollen. Am Donnerstag konnten sie sich lediglich auf einen Minimalkonsens einigen: Gaddafi muss gehen, seine Truppen in die Kasernen zurückkehren und sämtliche Angriffe auf Zivilisten aufhören - solange wird weitergebombt.

Was bleibt den Staatschef also, um in dem kriechenden Konflikt Entschlossenheit zu demonstrieren? Mit dem Schwert können Sie Gaddafi nicht besiegen, deswegen versuchen sie es nun mit der Feder: Gaddafi müsse "weg und zwar für immer", schrieben US-Präsident Barack Obama, der britische Premier David Cameron und der französische Staatschef Nicolas Sarkozy in einem gemeinsamen Beitrag für die britische "Times", den französischen "Figaro" und die "International Herald Tribune" vom Freitag. Gaddafis Tochter Aischa nannte das Schreiben eine Beleidigung.

Würde Libyen seinem Schicksal überlassen, bestehe das Risiko, dass das Land zu einem "gescheiterten Staat" werde, schreiben die drei Staatschefs. "So lange Gaddafi an der Macht ist, müssen die Nato und ihre Koalitionspartner ihre Operationen weiterführen, so dass Zivilisten geschützt bleiben und Druck auf das Regime aufgebaut wird". Die Welt würde sich eines "skrupellosen Verrats" schuldig machen, würde Gaddafi an der Macht bleiben, heißt es weiter. Auch eine Waffenruhe mit einem Ausstiegsszenario für Gaddafi, das Mitglieder seiner Familie in Libyen an der Macht belasse, sei nicht akzeptabel.

Das UN-Mandat umfasse zwar nicht den Sturz Gaddafis. Es sei jedoch undenkbar, dass "jemand, der versucht hat sein eigenes Volk zu massakrieren, an dessen zukünftiger Regierung beteiligt ist", schrieben sie. "Seine Raketen und Geschosse
regneten auf wehrlose Zivilisten herab. Die Stadt Misrata erleidet eine mittelalterliche Belagerung." Nato und EU versuchen alles, um den Vorwurf der Unentschlossenheit in der Libyenkrise zu zerstreuen: Erstmals wird es ein gemeinsames Treffen der beiden Bündnisse geben.

Der russische Außenminister Sergej Lawrow kritisierte, die Rücktrittsforderung gehe über das UN-Mandat hinaus. "Der UN-Sicherheitsrat hat keinerlei Handlungen zum Zweck der Veränderung des Regimes in Libyen erlaubt", warnte Lawrow in
Berlin. De facto gehe es um einen "Regimewechsel", sagte auch der britische Abgeordnete John Baron. Die UN-Resolution stelle aber den Schutz von Zivilisten in den Vordergrund. Die Operation sei als humanitäre Maßnahme gestartet worden. "Das ist sicherlich nicht mehr der Fall".

Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen begrüßte dagegen den Brief Obamas, Sarkozys und Camerons. "Die Nato ist absolut entschlossen, ihren Einsatz so lange fortzusetzen, wie es eine Bedrohung der
libyschen Zivilbevölkerung gibt", sagte Rasmussen. "Und es ist unmöglich, sich vorzustellen, dass diese Bedrohung mit Gaddafi an der Macht verschwindet."

Kommentare (22)

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Account gelöscht!

15.04.2011, 15:19 Uhr

Leider sind es keine Papierbombardements, die die Nato auf Libyen regnen lässt, sonder die modernsten und gefährlichsten Bomben und Raketen der Welt. Auch in Tripolis leben Zivilisten, die durch Waffen des Westens getötet werden. Was soll das Geschwafel von Humanismus und Menschenrechte in einem brutalen Krieg. Die sogenannten Rebellen sind inzwischen schwer bewaffnet und somit auch keine Zivilisten mehr. Wenn es der Nato wirklich um den Frieden ginge, würde sie die Initiative der afrikanischen Staaten unterstützen. Sie will aber nur das Machtsystem von Gadaffi zerstören, um bequemer an das libysche Öl zu kommen, deshalb auch die Unterstützung durch die Saudis.

SALAM

15.04.2011, 15:23 Uhr

WENN ER SO WEITER MACHT WIRD SEIN HERZ NICHT MEHR LANGE SCHLAFEN ,WENN ER DAS HERZ DER LYBIA IST !!!

SALAM

15.04.2011, 15:27 Uhr

ALSO DEIN KOMMENTAR IST SEINE SCHANDE ,BESSER DU GEHST NACH HAUSE UND LIEST EIN PAAR KINDERBUECHER ,DU BIST NOCH NICHT REIF FUER SOLCHE DISKUSIONEN !!SORRY

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