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11.07.2011

15:05 Uhr

Libyen-Konflikt

Gaddafi-Sohn spricht von Verhandlungen mit Paris

Gaddafis Sohn Saif al-Islam zufolge steckt das Regime des Machthabers derzeit in Verhandlungen mit Paris. Die Regierung Frankreichs dementiert allerdings direkte Kontakte zum Gaddafi-Regime.

Gaddafis Sohn Saif al-Islam zufolge verhandelt Libyens Regime mit Frankreich. Quelle: dpa

Gaddafis Sohn Saif al-Islam zufolge verhandelt Libyens Regime mit Frankreich.

ParisFrankreich hat nach Angaben aus Tripolis direkte Verhandlungen mit dem Regime des libyschen Machthabers Muammar al-Gaddafi aufgenommen. „Die Wahrheit ist: Wir verhandeln mit Frankreich, nicht mit den Rebellen“, sagte Gaddafis Sohn Saif al-Islam der algerischen Zeitung „El Khabar“. „Frankreich hat erklärt: Sobald wir ein Abkommen mit euch (Tripolis) erzielt haben, werden wir den Übergangsrat zu einem Waffenstillstand bewegen“, erklärte er weiter.

Die französische Regierung räumte nur indirekte Kontakte zum libyschen Regime ein. „Wir lassen ihm in Abstimmung mit den Verbündeten und dem libyschen Übergangsrat Botschaften zukommen“, erklärte ein Sprecher des Außenministeriums. „Eine politische Lösung ist nur möglich, wenn Gaddafi die Macht abgibt und keinerlei politische Rolle mehr spielt“, laute deren Inhalt. Direkte Kontakte zum Gaddafi-Regime gebe es jedoch nicht, betonte der Sprecher.

Der französische Verteidigungsminister Gérard Longuet hatte zuvor erkennen lassen, dass Frankreich die Angriffe einstellen könnte, sobald es Verhandlungen zwischen dem Gaddafi-Regime und den Rebellen gebe. „Wir beenden das Bombardement, wenn die Libyer untereinander verhandeln und die Soldaten beider Seiten in die Kasernen zurückgekehrt sind“, sagte Longuet dem Sender BFM TV am Sonntagabend.

Auf die Frage, ob dies auch für den Fall gelte, dass Gaddafi selber sich nicht geschlagen gebe, antwortete er: „Er wird dann eben in einem anderen Raum seines Palastes sein und einen anderen Titel führen.“ Das Nachrichtenmagazin rue89.com warf der französischen Regierung vor, sich auf diese Weise diskret von dem ursprünglichen Ziel, nämlich dem Sturz Gaddafis, zu verabschieden.

In Frankreich stimmt am Dienstag das Parlament über die Verlängerung des Libyen-Einsatzes ab, den Sarkozy weitgehend initiiert hatte. Sarkozy hatte allerdings zu Beginn des Militäreinsatzes Mitte März gehofft, dass Gaddafi sich deutlich schneller aus dem Amt vertreiben lassen würde.

Von

dpa

Kommentare (1)

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Che

12.07.2011, 00:08 Uhr

"Bonjour Libyen"
Shalom i Spiritui Sancto Vatikan,Got Bless the USA,Frankreich,Großbritannien,Italy.
Vom Staatsüblichen Schizoiden,Schwulen,Viren,Poison-gas-Antonym betroffen:Ehre gebührt Denen welche Staatliche Verfolgung gnadenlos Bekämpfen,wo immer Sie auch Stattfindet.Yes,We Can.Never Forget.Never Forgive!!!

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