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01.03.2011

03:50 Uhr

Chavez hält zu Gaddafi

Video: Chavez hält zu Gaddafi

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Washington/TripolisDie US-Regierung verschärft ihre Tonlage gegen den libyschen Machthaber Muammar Gaddafi.

US-Präsident Barack Obama sei entschlossen, weitere Gewalt gegen die libysche Bevölkerung zu verhindern und dafür notfalls auch zusätzliche Schritte einzuleiten, wie das US-Präsidialamt am Montag mitteilte.

Obama habe dies in einem Telefonat mit dem kanadischen Ministerpräsidenten Stephen Harper erklärt, der die Position der US-Regierung uneingeschränkt teile. Beide seien sich einig, dass auf die Krise in Libyen reagiert und Gaddafi Einhalt geboten werden müsse.

Noch deutlichere Kritik äußerte die US-Botschafterin bei den Vereinten Nationen, Susan Rice, die Gaddafi wegen eines Interviews im US-Fernsehen Realitätsverlust und Größenwahnsinn vorwarf. In dem ABC-Interview hatte Gaddafi mit Gelächter auf die Frage reagiert, ob er zurücktreten werde. Seines ganzes Volk liebe ihn, erklärte er. „Das klingt, ehrlich gesagt, einfach größenwahnsinnig“, sagte Rice. „Wenn er lachen kann in einem Interview mit einer internationalen Journalistin, während er sein eigenes Volk abschlachtet, dann unterstreicht das nur, dass er nicht in der Lage ist zu führen und wie sehr er die Verbindung zur Realität verloren hat.“

Die USA verlegten unterdessen Kriegsschiffe und Kampfflugzeuge näher an Libyen heran, um den Druck auf Machthaber Gaddafi zu erhöhen. Zudem gab das Finanzministerium in Washington das Einfrieren libyschen Vermögens in Höhe von 30 Milliarden Dollar bekannt. Neben den bereits angekündigten internationalen Sanktionen brachten mehrere Regierungen die Möglichkeit einer Flugverbotszone ins Spiel. In Libyen gingen unterdessen die Kämpfe zwischen Aufständischen und Gaddafi-Getreuen weiter. Einem Medienbericht zufolge eröffneten diese in Tripolis das Feuer auf Demonstranten und töteten mehrere Jugendliche.

Reuters

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