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22.08.2011

03:41 Uhr

Libyen nach Gaddafi

NATO behält Truppen Gaddafis im Auge

Gaddafi ist zwar in Haft, aber seine Truppen kämpfen weiter. Das Regime bröckelt, sagt Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen. Aber das bedeute nicht, dass nun Frieden erreicht sei. Die Nato ist jetzt besonders wachsam.

Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen Reuters

Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen

Brüssel Das Regime von Libyens Machthaber Muammar al-Gaddafi „bröckelt“ nach Einschätzung der Nato. „Heute können wir anfangen, eine neue Zukunft zu aufzubauen“, teilte Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen in der Nacht zum Montag in Brüssel mit. „Das Gaddafi-Regime bröckelt eindeutig.“

Rasmussen forderte Gaddafi und seine Truppen auf, die Macht niederzulegen. „Je schneller Gaddafi realisiert, dass er den Kampf gegen seine eigenen Leute nicht gewinnen kann, desto besser.“ Die Anhänger des Machthabers sollten sich auf die „Seite des libyschen Volkes und damit auf die richtige Seite der Geschichte stellen“.

„Jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, ein neues Libyen zu schaffen - einen Staat, der auf Frieden beruht, nicht auf Angst; Demokratie, nicht Diktatur; dem Willen aller, nicht den Launen weniger“, erklärte Rasmussen. Die Nato sei bereit, mit dem Nationalen Übergangsrat in Libyen zusammenzuarbeiten. Der Rat müsse sicherstellen, dass das Land vereint bleibt. „Dieser Übergang muss friedlich verlaufen. Er muss jetzt kommen.“ Die NATO werde die Truppen Gaddafis beobachten und bombardieren, falls die Zivilbevölkerung
durch sie bedroht sei, sagte Rasmussen.

Kommentare (1)

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22.08.2011, 06:04 Uhr

Nicht Muammar a-Gaddafi ist in Haft, sondern Saif al-Islam Gaddafi wurde festgenommen.

Zitat:
Gaddafi selber meldete sich am Abend erneut in einer Audiobotschaft im Staatsfernsehen zu Wort. Er kündigte an, "bis zum Ende" in Tripolis bleiben zu wollen. Wiederum rief er seine Anhänger zum Kampf gegen die Aufständischen auf. Er werde dafür Waffen bereitstellen.
Zitat Ende:

andere Medien berichten, Gaddafi ist mit seiner Familie auf der Flucht nach Algerien. Dort will ihn ein befreundeter Clan aufnehmen.

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