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12.05.2011

17:33 Uhr

Libyen

NATO bombadiert erneut Tripolis

Libyens Machthaber Muammar al Gaddafi zeigte sich erstmals seit dem Tod seines Sohns im Fernsehen. Unterdessen bombardierte die NATO erneut Ziele in Tripolis.

Libyens Machthaber Muammar al Gaddafi präsentierte sich bei einem Fernsehauftritt um Gerüchten um sein Ableben entgegenzutreten. Quelle: Reuters

Libyens Machthaber Muammar al Gaddafi präsentierte sich bei einem Fernsehauftritt um Gerüchten um sein Ableben entgegenzutreten.

TripolisDie NATO hat nur wenige Stunden nach einem Fernsehauftritt des libyschen Machthabers Muammar al Gaddafi am Donnerstag erneut ein Anwesen des Staatschefs und drei weitere Ziele in Tripolis bombardiert. Nach Angaben von Rettungskräften wurden dabei mehrere Menschen getötet. Die NATO erklärte, bei dem Bombardement sei ein großer Bunkerkomplex in der Innenstadt getroffen worden, von dem aus Angriffe gegen die Zivilbevölkerung koordiniert worden seien.

Die Gaddafi-Gegner erhalten unterdessen immer mehr internationale Unterstützung. Die Anführer der Rebellen wurden für Freitag ins Weiße Haus eingeladen, wie am Donnerstag in Washington bekannt wurde.

Die britische Regierung stattet nach eigenen Angaben die Polizei der Rebellen mit Uniformen und beim Aufbau eines öffentlichen Rundfunksenders. Anders als Frankreich und Italien hat Großbritannien die Rebellen aber noch nicht als Vertretung des libyschen Volkes anerkannt.

Nach Angaben der Gaddafi-Gegner kommt es in etlichen Vierteln von Tripolis zu friedlichen Protesten gegen den Machthaber. Das Regime habe daher Truppen und Panzer in den Straßen stationiert, sagte Rebellensprecher Abdel Hafidh Ghoga in Bengasi. Regierungsgegner hätten in einem Vorort der Hauptstadt eine Polizeiwache niedergebrannt und würden in verschiedenen Vierteln Patrouillen auf die Beine stellen, sagte Ghoga.

Mit dem Fernsehauftritt Gaddafis am Mittwoch wollte das Regime offenbar Gerüchten entgegentreten, der Machthaber sei getötet worden. Um die Aktualität der Bilder von einem Treffen mit Stammesführern zu beweisen, wurde die Kamera eigens auf einen Fernsehbildschirm mit dem Datum 11. Mai gerichtet.

Kommentare (2)

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Morchel

12.05.2011, 19:05 Uhr

Es ist der richtige Weg, bis er weg ist das wird durchgehalten, er muss begreifen es ist vorbei die Bevölkerung sind Menschen mit zukunft bestimmt keine Ratten.

Montaillou

12.05.2011, 19:32 Uhr

Da die NATO gesetzlos und unbekümmert als „Amerikas“ „Speerspitze“ agiert, bedroht sie den Weltfrieden, Stabilität, Sicherheit und das Überleben. Sie aufzulösen, ist notwendiger denn je zuvor. Außer den Millionen Opfern in Irak und Afghanistan – wieviele lybische Opfer erfordet es, um dies zu beweisen? (Zitat Lupo Cattivo)

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