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24.10.2012

13:57 Uhr

Libyen

Regierungstruppen vertreiben Gaddafi-Anhänger

In den vergangenen Monaten hatten sich Anhänger von Ex-Machthaber Muammar al-Gaddafi in der Stadt Bani Walid verschanzt. Nun sollen sie von ehemaligen Rebellen aus der Stadt vertrieben worden sein.

Bewohner von Bani Walid protestieren gegen die Anhänger von Ex-Machthaber Gaddafi. Reuters

Bewohner von Bani Walid protestieren gegen die Anhänger von Ex-Machthaber Gaddafi.

Bani Walid Regierungstreue Kräfte haben in Libyen am Mittwoch die Kontrolle über die Stadt Bani Walid übernommen. Wie ein AFP-Reporter berichtete, versammelten sich hunderte Kämpfer der regierungstreuen Truppen, die sich aus ehemaligen Rebellen zusammensetzen, im Zentrum der südöstlich von Tripolis liegenden Stadt. Die größtenteils aus der Nachbarstadt Misrata stammenden Kämpfer schossen in die Luft oder auf Fenster und Häusermauern und hissten die libysche Flagge auf den verlassenen Amtsgebäuden von Bani Walid.

Nur im Süden der Wüstenstadt gab es nach Angaben der Kämpfer noch einige kleinere "Widerstandsnester". Bani Walid war eine der Hochburgen von Anhängern des getöteten Machthabers Muammar al-Gaddafi. Erst Mitte Oktober 2011 nahmen Gaddafi-Gegner Bani Walid ein; in den vergangenen Monaten hatten die Anhänger Gaddafis dort aber wieder die Oberhand gewonnen.

Nachdem die Gaddafi-Anhänger vor einigen Wochen den 22-jährigen Ex-Rebellen Omar ben Schaaban aus Misrata entführt und getötet hatten, kreisten regierungstreue Milizen die Stadt ein. Am Mittwoch stellten sie ein riesiges Bild mit Schaabans Porträt auf.

Schaaban soll für den Tod von Gaddafi verantwortlich sein. Der langjährige Machthaber war am 20. Oktober 2011 nach einem NATO-Luftangriff auf der Flucht aus seiner Heimatstadt Sirte von Rebellen gefangen genommen und unter bis heute nicht völlig geklärten Umständen getötet worden.



Von

afp

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