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28.07.2014

15:40 Uhr

Libyen

Tripolis droht zu explodieren

Nachdem eine Rakete einen Treibstofftank in Tripolis getroffen hat, bekommt die Feuerwehr den Brand nicht in den Griff. Auch in der östlichen Metropole Bengasi herrschen Chaos und Gewalt. Ausländer verlassen das Land.

Seit Tagen liefern sich lybische Rebellen Gefechte um den Flughafen - mit verheerenden Folgen für die Stadt. Die Behörden bekommen weder die Kämpfe noch den Brand von zwei Treibstofftanks in den Griff. dpa

Seit Tagen liefern sich lybische Rebellen Gefechte um den Flughafen - mit verheerenden Folgen für die Stadt. Die Behörden bekommen weder die Kämpfe noch den Brand von zwei Treibstofftanks in den Griff.

TripolisNach einem Raketeneinschlag in einen Treibstofftank droht der libyschen Hauptstadt Tripolis eine Katastrophe. Die Feuerwehr bekomme den Brand nicht in den Griff, weitere Öl- und Gastanks könnten explodieren, sagte am Montag ein Sprecher des staatlichen Ölkonzerns NOC. Ein zweiter Treibstofftank hat inzwischen Feuer gefangen. Die Lage sei „sehr gefährlich”, so die libysche Regierung.

Die Feuerwehr versucht seit Sonntag vergeblich, das Feuer in einem Treibstofflager zu löschen, nachdem dieses bei Kämpfen von Milizen von einer Rakete getroffen worden war. Die Behörden forderten Löschflugzeuge aus dem Ausland an. Angesichts der anhaltenden Gewalt in Libyen zog das Auswärtige Amt sein Botschaftspersonal aus Tripolis ab.

Im Zuge der Kämpfe zwischen verfeindeten Milizen wurde der sechs Millionen Liter fassende Treibstofftank am Sonntagabend von einer Rakete getroffen, wie NOC-Sprecher Mohammed Al-Hrari sagte. Da ein angrenzender Erdgasspeicher mit insgesamt mehr als 90 Millionen Litern Fassungsvermögen Feuer fangen könnte, drohe eine gewaltige Explosion. Bereits Diese könne in einem Umkreis von bis zu fünf Kilometern schwere Schäden anrichten. Das Energieministerium rief alle Anwohner dazu auf, sofort aus dem Gebiet zu flüchten.

Dem NOC-Sprecher zufolge gelang es der Feuerwehr auch nach Stunden nicht, dem Brand mit Löschwasser beizukommen. „Die Wasservorräte gingen schließlich zu Ende, und sie mussten sich entfernen”, sagte al-Hrari am Montag. Nach Regierungsangaben boten mehrere Länder an, Löschflugzeuge zu entsenden. Nach Einschätzung von NOC droht eine „Katastrophe für Mensch und Umwelt”, sollte das Feuer nicht gelöscht werden.

Kommentare (7)

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Account gelöscht!

28.07.2014, 16:46 Uhr

Da haben die USA und ihre europäischen ihrer antiliberalen Politik in Sachen Eurorettung und Energiewende.

Wir können nicht in die Zukunft schauen, aber wir haben Grund zu der Befürchtung, dass die USA demnächst auch die Staaten Syrien und Ukraine zur Strecke gebracht haben werden und sie zu ihren Jagdtrophäen rechnen dürfen.

Ohne die besonnene, zurückhaltende und ausgesprochen defensive Haltung Putins hätten sie ihr Werk vermutlich schon vollendet.

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28.07.2014, 16:54 Uhr

Ich bitte um Nachsicht. Mein Kommentar ist aus Versehen abgeschickt worden, bevor er fertig war. Er muss so lauten:

Da haben die USA und ihre europäischen Freunde ja ganze Arbeit geleistet. Nach Afghanistan und dem Irak ist Libyen nun der 3. Staat, den sie zerstört haben.

Das in meinen Augen einzige Verdienst der FDP in der letzten Legislaturperiode war es, dass Deutschland bei dem Massaker nicht mitgemacht hat. Das hat bei der demnächst anstehenden Begräbnisrede für die FDP eine lobende Erwähnung verdient, trotz ihrer antiliberalen Politik in Sachen Eurorettung und Energiewende.

Wir können nicht in die Zukunft schauen, aber wir haben Grund zu der Befürchtung, dass die USA demnächst auch die Staaten Syrien und Ukraine zur Strecke gebracht haben werden und sie zu ihren Jagdtrophäen rechnen dürfen.

Ohne die besonnene, zurückhaltende und ausgesprochen defensive Haltung Putins hätten sie ihr Werk vermutlich schon vollendet.

Herr richard roehl

28.07.2014, 17:32 Uhr

Das war doch auch einer dieser Staaten dem skrupellose amerikanische Machtpolitiker sowie europaische Gutmenschen Frieden, Freiheit, Demokratie, Wohlstand und überlegene westliche Werte überstülpen wollten

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