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11.01.2012

14:04 Uhr

Lieferung aus Russland

Beamte entdecken tonnenweise Munition

Bei der Kontrolle eines russischen Frachters im Hafen von Limassol haben Beamten zwischen 35 und 60 Tonnen Munition und Sprengsätze entdeckt. Der Zielhafen des Schiffs soll in Syriens regimetreuer Provinz Latakia liegen.

Auf diesem Frachter entdeckten Kontrolleure tonnenweise Munition. AFP

Auf diesem Frachter entdeckten Kontrolleure tonnenweise Munition.

NikosiaZypern fängt Schiff aus Russland mit Munition für Syrien ab - Empfänger sollte offenbar syrisches Verteidigungsministerium sein = NIKOSIA, 11. Januar (AFP) - Auf Zypern ist ein aus Russland kommendes Schiff mit Tonnen an Munition für Syrien abgefangen worden. Der Frachter sei am Dienstag zum Auftanken in den Hafen von Limassol eingelaufen, sagte der zyprische Regierungssprecher Stefanos Stefanou. Medienberichten zufolge entdeckten Beamte bei einer Untersuchung zwischen 35 und 60 Tonnen Munition und Sprengsätze an Bord, woraufhin die Weiterfahrt des Schiffes vorerst gestoppt worden sei.

Der Frachter soll den Berichten zufolge auf dem Weg von St. Petersburg in die syrische Hafenstadt Latakia gewesen sein. Empfänger der Ladung sollte offenbar das syrische Verteidigungsministerium sein, berichtete die zyprische Zeitung „Politis Daily“.

Das Schiff habe die Erlaubnis zur Weiterfahrt bekommen, nachdem zugesichert worden sei, dass es nicht nach Syrien fahren werde, sagte Stefanou. Die Weiterfahrt erfolge nach „allen internationalen Regeln“.

Syriens Staatschef Baschar al-Assad sieht sich seit Mitte März des vergangenen Jahres einer beispiellosen Protestwelle ausgesetzt, die er blutig niederschlagen lässt. Nach UN-Angaben wurden seither mehr als 5000 Menschen getötet.

Von

afp

Kommentare (6)

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Thomas-Melber-Stuttgart

11.01.2012, 11:01 Uhr

Radio Free Lebanon - ist das ein Pendant zum Radio Free Europe? Und wo genau wurde das Schiff "aufgebracht", in zypriotischen Hoheitsgewässern?

Account gelöscht!

11.01.2012, 11:43 Uhr

Zypern hat die Weiterfahrt des Schiffes erlaubt, weil es nach Informationen aus dem Außenministerium nicht mehr bereit ist, legale oder illegale Munitionstransporte aufzunehmen. Im Juli vergangenen Jahres hatte die Regierung Munition aus dem Iran beschlagnahmt, die für Syrien bestimmt gewesen sein soll. Dabei kam es zu einer schweren Explosion, 13 Menschen kamen ums Leben.

Wenn Zypern sogar die Möglichkeit gehabt hätten die Fracht zu beschlagnahmen , befand sich das Schiff auch in dem Hoheitsgebiet Zyperns .


Account gelöscht!

11.01.2012, 12:26 Uhr

Von einer Versenkung des russischen Munitionstransporter wurde abgesehen weil "Schröders-Köpfs" an Bord vermutet wurden.

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