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24.02.2015

16:26 Uhr

Litauen

Russlands Nachbar will Wehrpflicht wieder einführen

Litauen will die Wehrpflicht wieder einführen. Russlands Nachbar fühlt sich angesichts des russischen Vorgehens im Ukraine-Konflikt und der geopolitischen Lage bedroht. Das Parlament in Vilnius muss noch zustimmen.

Der russische Nachbar fühlt sich bedroht und will die Wehrpflicht wieder einführen. ap

Litauen

Der russische Nachbar fühlt sich bedroht und will die Wehrpflicht wieder einführen.

VilniusRusslands Nachbar Litauen will die Wehrpflicht wieder einführen. Angesichts der geopolitischen Lage und der Bedrohungen für die Sicherheit des Landes habe der Sicherheitsrat beschlossen, die Verteidigungskapazitäten zu verstärken, teilte das Präsidialamt am Dienstag mit. Dazu werde die Wehrpflicht für die Dauer von fünf Jahren wieder eingeführt. Dem muss das Parlament in Vilnius noch zustimmen.

Erst am Montag hatte die Bundesregierung erklärt, sie wolle dem Nato-Partner bei der Modernisierung seiner Streitkräfte helfen. Derzeit läuft eine Ausschreibung der litauischen Regierung für den Kauf von mehr als 100 Radpanzern, an der sich auch eine deutsche Firma beteiligt. Botschafter Deividas Matulionis kündigte in einem Gespräch mit Reuters zudem eine Anfrage seiner Regierung an die Bundesregierung zur Lieferung von Panzerhaubitzen an.

Angesichts des russischen Vorgehens im Ukraine-Konflikt fühlt sich Litauen ebenso wie seine baltischen Nachbarn Estland und Lettland durch Russland bedroht. Nach dem Zerfall der Sowjetunion 1991 hatten sich die ehemaligen Sowjetrepubliken nach Westen orientiert und traten der Europäischen Union und der Nato bei.

Litauen fühlt sich nicht zuletzt wegen der Nähe zur russischen Enklave Kaliningrad unsicher. Dort hatte Russland im Dezember ein Manöver mit 9000 Soldaten und über 55 Schiffen abgehalten.

Von

rtr

Kommentare (5)

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Herr Donald Ta

24.02.2015, 17:29 Uhr

Die Litauer haben sich in Rage geredet und einen Angstzustand künstlich versetzt. Ein Ergebnis steht heute schon fest: "Hass, Hass...Hass"!

Herr Peter Spiegel

24.02.2015, 17:32 Uhr

Ganz bedrohlich für die Russen das bedarf der Nachrüstung.

Herr Peter Meier

24.02.2015, 17:59 Uhr

Ich frage mich, wer das bezahlen soll. Bei denen fahren noch Pferdefuhrwerke auf der Autobahn. Zeugt nicht von prosperierender Wirtschaft.

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