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15.03.2014

15:44 Uhr

Liveblog zur Krim-Krise

Russland blockiert UN-Resolution

Russland hat wie erwartet eine UN-Resolution des Sicherheitsrates blockiert und sich damit weiter isoliert. Nach Medieninformation könnte der Kreml sogar seine G8-Mitgliedschaft verlieren. Die Ereignisse im Liveblog.

Ein ukrainische Kontrollposten in der Krim-Region: Nach Angaben aus Kiew mussten russische Truppen bereits gestoppt werden. Reuters

Ein ukrainische Kontrollposten in der Krim-Region: Nach Angaben aus Kiew mussten russische Truppen bereits gestoppt werden.

+++ Russland erwartet keinen „Kalten Krieg“ +++

Ein Sprecher von Russlands Präsident Wladimir Putin sagt, es werde wegen der Ukraine sicher keinen „Kalten Krieg“ mit dem Westen geben. Beide Seiten seien wirtschaftlich voneinander abhängig. Der Westen werde hoffentlich schlau genug sein, eine noch stärkere Konfrontation zu verhindern.

+++ Nach „Spiegel“-Information bereiten G8-Staaten Rauswurf Russlands vor +++

Die sieben wichtigsten westlichen Industriestaaten (G7) bereiten nach Angaben des Nachrichtenmagazins „Der Spiegel“ bereits ein Gipfeltreffen ohne Russland vor. Die britische Regierung habe London als alternativen Treffpunkt zum russischen Sotschi vorgeschlagen, sollte Moskau in der Ukraine-Krise nicht einlenken.


+++ Timoschenko fordert mehr Härte des Westens +++

Die frühere ukrainische Ministerpräsidentin Julia Timoschenko hat den Westen zu einer härteren Gangart gegenüber Russlands Staatschef Wladimir Putin aufgefordert. „Dieses aggressive Machtstreben gegenüber der Ukraine birgt nicht nur eine Gefahr gegenüber dem ukrainischen Staat, auch andere Teile Osteuropas sind gefährdet“, sagte die Politikerin, die derzeit in Berlin wegen eines Rückenleidens behandelt wird, dem „Tagesspiegel am Sonntag“.

„Sollte Putin nach der Annexion der Krim seinen Angriff auf unser Land fortsetzen, rufe ich die Führer der demokratischen Welt dazu auf, das stärkste Instrument anzuwenden, um diesen Angreifer zu stoppen“, sagte Timoschenko weiter. Die internationale Gemeinschaft dürfe das Referendum um die Krim auf keinen Fall anerkennen oder akzeptieren.

+++ Russisches Veto gegen Krim-Resolution +++

Russland hat im UN-Sicherheitsrat eine Resolution zur Krim-Krise per Veto verhindert. Moskaus Botschafter Witali Tschurkin stimmte am Samstag bei einer Sondersitzung des mächtigsten UN-Gremiums wie erwartet gegen den von den USA vorgelegten Entwurf und blockierte ihn so trotz der Stimmen von 13 der 15 Staaten. China enthielt sich.

+++ Russland prüft militärische Hilfsaktion +++

Russland will Hilfsanfragen friedlicher Bürger aus der Ukraine prüfen. Es gebe „alarmierende Informationen“, dass militante bewaffnete Gruppen Donezk, Charkiw und Ligansk verließen, um eine „Ost-Front“ aufzumachen, teilte das Außenministerium in Moskau mit.

+++ US-Manöver im Schwarzen Meer +++

Der US-Flugzeugträger "Truxtun" wird zusammen mit Schiffen der Verbündeten ein weiteres Manöver im Schwarzen Meer abhalten. Das teilt der Kommandeur des Kriegsschiffes mit.

Referendum auf Krim: Gehen die Uhren auf der Krim bald anders?

Referendum auf Krim

Gehen die Uhren auf der Krim bald anders?

Nicht nur eine Landesgrenze verläuft zwischen Russland und der Ukraine – auch die Grenze der Zeitzone. Sollten sich die Krimbewohner Russland anschließen wollen, könnte Moskau mit der Uhrumstellung ein Zeichen setzten.

+++ Ukrainisches Militär stoppt Putins Truppen +++

Das ukrainische Militär hat nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Kiew einen Vorstoß russischer Truppen abgewehrt, in ein an die Krim angrenzendes Gebiet einzudringen. Russische Fallschirmjäger hätten in einen Landstreifen in der Region Cherson vorrücken wollen, teilte das Ministerium am Samstag in Kiew mit. Einheiten des ukrainischen Militärs hätten die russischen Kräfte daran gehindert. Das Gebiet ist ein langgezogener Landstreifen, der parallel zur Ostküste der ukrainischen Halbinsel Krim liegt.


+++ Kundgebung in Moskau verläuft friedlich +++

Unser Russland-Korrespondent Mathias Brüggmann hat eine friedliche Demonstration in Moskau erlebt. Auch er ist überrascht, das sich mehr 50.000 Menschen zum Protest gegen Putins Ukraine-Strategie zusammengefunden haben.

+++ Zehntausende bei Anti-Kriegs-Kundgebung in Moskau +++

Zehntausende Menschen haben in Moskau bei einer Anti-Kriegs-Kundgebung gegen die Politik des Kremlchefs Wladimir Putin im Ukraine-Konflikt protestiert. „Hände weg von der Ukraine!“ und „Schluss damit, Schande über Russland zu bringen!“ war auf den Transparenten am Samstag zu lesen. Unter den Demonstranten waren auch prominente Putin-Gegner wie der frühere Vize-Regierungschef Boris Nemzow und die Aktivistinnen der Punkband Pussy Riot.

Während die Polizei lediglich von 3000 Teilnehmern sprach, nannten die Organisatoren eine Zahl von mehr als 50.000. Beobachter sprachen von etwa 30.000 Demonstranten. Es sei eine der größte Kundgebungen in Moskau seit Monaten, berichtete der Radiosender Echo Moskwy. Sie richtete sich gegen einen möglichen Krieg Russlands gegen das Bruderland Ukraine.

Vor dem Referendum: Zuversicht und Furcht auf der Krim

Vor dem Referendum

Zuversicht und Furcht auf der Krim

Das bevorstehende Referendum spaltet die Bevölkerung auf der Krim: Die Volksgruppe der Russen blickt der Abstimmung freudig entgegen, ukrainischstämmige Bewohner halten sie für unrechtmäßig.

+++ Hague forderte härtere Gangart der EU gegen Russland +++

Nach dem Scheitern des Versuchs einer Annäherung Russlands und der USA in der Krim-Krise hat der britische Außenminister William Hague für eine harte Gangart des Westens plädiert. Es müsse eine „harte und gemeinsame“ Antwort der Europäischen Union geben, forderte Hague in einer in der der Nacht zum Samstag in London verbreiteten Erklärung. Russlands Außenminister Sergej Lawrow und sein US-Amtskollege John Kerry hatten am Freitag in London sechs Stunden lang vergeblich um eine Lösung gerungen.

„Die Zeit ist reif für striktere Maßnahmen gegen Russland als die, auf die sich die EU-Länder zuvor geeinigt haben“, sagte Hague. Die Tür für die Diplomatie bleibe geöffnet. Die Verletzung der territorialen Integrität der Ukraine dürfe jedoch nicht unbeantwortet bleiben, betonte er.

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